So darf ich dich nicht
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"Na, – jetzt aber! Verrückter Bursche, wart'!" Sie griff nach einem Spazierstock ihres Mannes und es sah beinahe so aus, als wolle der Stock durchaus auf Toms Rücken tanzen und sie könne ihn nur mit Mühe zurückhalten. "Was hat dich denn auf den tollen Gedanken gebracht, es könne mir angenehm sein?"
"Ich – ich weiß nicht. Man – man hatte mir so gesagt!"
"Man hatte dir so gesagt? Wer dir das gesagt hat, ist ein zweiter Narr, ein Tollhäusler, ein – ein – wer ist denn dieser man?"
"Ach, jedermann! Alle haben das gesagt!"
Sie konnte kaum mehr an sich halten, ihre Augen sprühten Funken und ihre Finger krümmten sich, als wolle sie ihm die Augen auskratzen. Ganz heiser stößt sie heraus:
"Wer sind alle? Heraus mit dem Namen, oder ich werde noch verrückt!"
Tom sprang auf und schien sehr bekümmert. Weinerlich stottert er:
"Das thut mir leid, aber das hätt' ich nicht erwartet! Sie haben mir's aufgetragen, alle! Alle sagten: gieb ihr einen herzhaften Kuß, das wird sie freuen, wird ihr angenehm sein. Alle sagten das – jeder einzelne! Aber jetzt thut mir's leid, gute Frau, daß ich's gethan, gewiß und wahrhaftig und ich will's nie – nie wieder thun!"
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Ein schmaler Umschlag ohne Absender, ein unerwartetes Päckchen Hoffnung in der bleiernen Leere des Lebens. Ein Jahr war vergangen, seit die Stille die einzige Antwort war. Dann kam die erste Blume - eine Akelei, die unter Klebeband wie ein gefangener Herzschlag zuckte. Ein […]
Die Welt war eingekapselt in der trockenen Stille der Wohnung, bis ein ungestümer, beinahe unwiderstehlicher Impuls einen Mann in das lebendige Chaos hinauszog. Es war kein Plan, keine Erledigung - nur das instinktive Ziehen in den Fingerspitzen, das stärker war als jede […]