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Die Rose der Schwindsucht und Wissen das niemand überlebt.

Das vergilbte Blütenblatt wartet zwischen Glas und Staub.

Ein Raum, eingetaucht in das matte Licht eines Spätherbstmorgens. Vitrinen glänzen unter einer feinen Schicht des Vergessens. Draußen rieselt das Laub in träger Müdigkeit vom Himmel. Hinter Glas, zwischen botanischen Absonderlichkeiten, ruht ein einziges Objekt ohne Namensschild. Ein vergilbtes Blütenblatt, zart wie Pergament, eingerollt zu einer Spirale, die sich selbst zum Schweigen gezwungen hatte. Niemand kennt seinen Ursprung. Niemand beachtet es. Doch eines Morgens bemerkt eine Praktikantin eine Notiz zwischen den Seiten eines verstaubten Buchs. „Chronik der Schwindsucht-Rose“ steht in verblasster Tinte geschrieben, daneben eine Signatur: C.F. Murell, 1897. Sie legt das Buch auf einen Tisch, schlägt die erste Seite auf, eine Schicht Blütenstaub wirbelt auf, süßlich riechend, unerwartet warm. Es beginnt.

Im Augenblick der Ordnung keimt das Unheil neu heran.

Der Botaniker Carl Friedrich Murell, ein Mann von staubiger Strenge und pedantischer Leidenschaft, hatte sich der Aufgabe verschrieben, das Unmögliche zu ordnen. In seinem Labor, verborgen im Nebentrakt des botanischen Museums, kategorisierte er jede Gattung, jede Blüte, jedes Samenkorn mit der Präzision eines Kartographen. Er meinte, durch Ordnung das Rätselhafte zu bezwingen. In einem Nachlass mit seltenen Pflanzenproben fand er ein Säckchen mit Samen, ihm stockte der Atem. „Rosa Pthisica“ die Schwindsucht-Rose. Eine Legende unter Botanikern. Ihre Blüte ist mit dem Tod gekommen, so sagte man. Er notierte Herkunft, Keimbedingungen, mutmaßliche Herkunft, nahe eines Klosters. Und dann, entgegen aller Vorsicht, bereitete er ein Glasbeet vor. Der Samen ging auf. Schnell. Zu schnell.

Die Gattung der Vergessenen beginnt wieder zu atmen.

In den ersten Tagen zeigte sich nichts Ungewöhnliches. Die Pflanze entwickelte Blätter, zartgrün und fleischig, von ungewöhnlicher Symmetrie. Murell dokumentierte jede Phase, skizzierte, beschrieb und verglich. Doch als die Knospe sich öffnete, war etwas anders. Der Duft, der aus ihr strömte, war nicht floraler Natur, sondern erinnerte an nassen Stein und altes Papier. Im Raum verdichtete sich die Luft, feine Partikel tanzten in der Morgensonne. Besucher des Museums klagten über Hustenreiz. Murell bemerkte gelbliche Verfärbungen an seinen Fingern. Er zuckte die Schultern, vertiefte sich in die neue Systematik: Eine eigene Gattung, eindeutig. Doch seine Hände zitterten. Und in seinen Träumen tauchte ein Schatten auf – mit Gesicht aus Blüten und Augen, die flackerten.

Ein Husten in der Sammlung kündigt altes Leid erneut an.

Zuerst war es ein Räuspern. Dann ein heiseres Bellen, das die Gänge des Museums erschütterte. Eine ältere Besucherin brach zusammen, blass, mit zuckenden Händen. Die Diagnose: Keuchhusten, längst vergessen, längst gebannt. Murell starrte auf die Anzeige des Hygrometers. Die Feuchtigkeit stieg. Die Luft war dicker geworden. Und dann hustete auch er. Im Husten schmeckte er Metall, und hinter den Augen drückte ein dumpfer Schmerz. Die Blüte, nun vollständig entfaltet, hatte einen gelben Rand angenommen. Ein Glas zerbrach, als Murell taumelte. Er begann das Tagebuch zu schreiben, das später zwischen den Seiten gefunden wurde. Seine letzte Hoffnung: der Versuch, alles zu dokumentieren, um nicht selbst ein weiterer Eintrag im Archiv zu werden.

Die Schwindsucht-Rose sendet ihre Sporen in alte Narben.

Murell mied den Spiegel, doch als er an einem verregneten Nachmittag in die Scheibe des Laborfensters blickte, erschrak er. Seine Wangen eingefallen, die Haut schimmernd und gelblich. Ein Arztbesuch bestätigte, was er längst ahnte: Seine Lunge war befallen. Nicht bakteriell, sondern von einer unbekannten Substanz. Die Symptome erinnerten an Schwindsucht – Auszehrung, Atemnot, Fieber. Nur dass sie sich schneller ausbreiteten. Die Sporen, so notierte er, schienen zielgerichtet. Sie wählten ihre Träger. Oder Träger sie? Die Frage wurde sein Mantra. Er sprach sie in den leeren Raum, wie ein Gebet. Der Botaniker war nun selbst ein Versuchsfeld. Und die Rose in ihrem Glas wie eine Richterin, die ihr Urteil blühend verkündete.

Gelbsucht kriecht in Dokumente und lässt die Stadt erblassen.

Die Stadtbibliothek meldete erste Krankheitsfälle. Mitarbeiter litten an Augenbrennen, Hautverfärbungen, Appetitlosigkeit. Ein Arzt, dem Murell seine Notizen geschickt hatte, schrieb nur: „Diese Symptome kenne ich aus einer Zeit, von der niemand mehr spricht.“ Die Gelbsucht schlich sich in Gassen, in Kataloge, in Atemzüge zwischen Seiten. Murells Schrift wurde fahrig, die Linien der Blätter krümmten sich. Auf Seite 47 seines Journals zeichnete er ein Blütenblatt, vergilbt, eingerollt, mit winzigen Symbolen. „Lesen ist Öffnen“, schrieb er darunter. Niemand weiß, ob es eine Warnung oder Einladung war. Die Stadt wurde stiller. Die Rose im Museum blühte weiter, ungerührt.

Das Blütenblatt vergilbt zwischen Atemzügen der Erinnerung.

Die Praktikantin, die das Tagebuch fand, verließ am selben Tag das Museum. Niemand sah sie wieder. Das Blütenblatt jedoch liegt noch immer dort, eingerollt, wie in sich geflüstert. Besucher berichten von einem eigenartigen Duft. Manche verlassen das Gebäude hustend. Andere bleiben lange vor der Vitrine stehen und schweigen. Die Kuratorin sagt, es sei nur eine getrocknete Pflanze. Andere sagen, es sei ein Zeichen. Die Wahrheit liegt vielleicht im vergilbten Blütenblatt. Oder in den Notizen, die man nicht lesen sollte. Doch wer sie liest, vergisst das Ende nicht. Und beginnt mit der Fortsetzung.

Der Brief der Verschwundenen führt in den gelben Garten zurück.

Es war ein gelber Briefumschlag, abgelegt zwischen zwei Herbariumsbänden. Der neue Volontär, Paul Gärtner, fand ihn bei einem Routinerundgang, adressiert an ihn, obwohl er erst seit drei Tagen im Museum arbeitete. Die Handschrift war alt, aber entschlossen. Innen ein Zettel: „Folge dem Licht der Blätter, dort wo es nicht leuchtet.“ Der Name unter der Unterschrift: Mara Lenz. Die Praktikantin. Verschwunden, vergessen. Paul hatte von ihr gelesen. Der Brief enthielt außerdem Koordinaten. Ein Garten am Rand der Stadt, einst ein Arzneipflanzengarten, längst aufgegeben. Er schnürte seine Tasche, nahm Notizbuch und Taschenlampe. Als er das Gelände betrat, standen dort Pflanzen in Reihe, überzogen von gelbem Staub. Und in der Mitte, eine Rose, eingefasst von Tontafeln.

Der Garten erinnert sich an das Wissen eines alten Apothekers.

Die Tafeln im Boden waren brüchig, doch lesbar. Rezepte, alte Namen, Heilpflanzen. Paul notierte alles, verglich sie mit den Listen aus Murells Tagebuch. Einige Formeln stimmten überein. Andere schienen verändert, ergänzt. Auf einer Tafel stand: „Gelbsucht wächst in den Zwischenräumen.“ Zwischen zwei Hecken stieß er auf einen verfallenen Schuppen. Innen: getrocknete Kräuter, ein Mörser, Flaschen, ein altes Mikroskop. An der Wand hing ein Porträt, ein Mann mit starren Augen und einem Namensschild, Dr. Leonhard Gärtner, Pharmakologe. Pauls Urgroßvater. Der Kreis schloss sich. Oder begann neu. Ein Geräusch ließ ihn herumfahren, im Licht der Taschenlampe glänzte ein Blütenblatt auf dem Boden.

Die zweite Botschaft der Rose verlangt einen neuen Preis.

Paul hob das Blütenblatt auf. Es war warm. An der Unterseite Worte, eingeritzt: „Sie blüht für dich.“ Schlagartig wurde die Luft honigsüß, fast betäubend. Er taumelte zurück, stieß gegen das Regal, ein Fläschchen zerbrach. Der Duft intensivierte sich. Pauls Sicht verschwamm. Stimmen flüsterten aus den Ecken. Er hörte seinen Namen, gesprochen in verschiedenen Tonlagen. Auf dem Boden zeichnete sich ein Muster ab, identisch mit Murells letzter Skizze. Eine Einladung? Womöglich ein Befehl? Paul floh aus dem Schuppen, nahm das Blatt mit. Zuhause, im Licht der Lampe, sah er eine zweite Schriftzeile auftauchen: „Chronik Band Zwei.“


Mit botanischem Gruß und einem Hauch von Archivstaub,
Ihr Hüter vergilbter Buchseiten und alter Blütengeheimnisse.

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*Der geneigte Leser möge verzeihen, dass wir nicht verraten können, in welchem Museum das vergilbte Blütenblatt wirklich ruht, in welcher Stadt die ersten Fälle dieser Gelbsucht auftauchten oder welcher Botaniker sein Wissen über vergessene Gattungen mit Tinte und letztem Atem niederschrieb. Es liegt in der Natur solcher Geschichten, dass ihr Wissen nur jene erreichen, die bereit sind, zwischen den Zeilen zu lesen. Und manchmal liegt die Wahrheit ohnehin nur im Staub einer vergessenen Vitrine.

Quellenangaben:
Inspiriert vom Geruch alter Buchseiten.
Der Sagenschatz des Königreichs Sachsen,
Spektrum.de – Das verlorene Wissen der alten Heilkunde Deutschlandfunk Kultur – Die Blume und der Mensch MDR Wissen – Vergessene Krankheiten: Keuchhusten kehrt zurück
Meyers Konversations-Lexikon 3. Auflage 1874 - 1884
Wikipedia – Die freie Enzyklopädie

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