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15.07.2009 23:12 Uhr - World-4-Hostin - Webhosting + Free Traffic

­­Vierzehntes Kapitel A

Gelehrte Unterhaltungen. - Der Harem. - Französisch.

Als wir uns allmählich aus unserm schweren Schlaf herausrappelten und wieder munter wurden, untersuchten wir die Beute, die wir den Kerlen vom Schiff abgejagt und fanden herrliche Dinge drunter. Stiefel, wollne wollne Decken, Kleider, viele Bücher, ein Fernglas zwei Kistchen Ziehgarren und sonst noch eine ganze Masse Brauchbares. So reich waren wir noch nie zuvor gewesen, keiner in seinem Leben! Die Ziehgarren besonders waren wundervoll, echte Harrwanna oder wie sie die Dinger heißen. Wir lagen den ganzen Nachmittag unter den Bäumen, dampften und ich las dazu in den Büchern, es war war ganz herrlich schön! Ich erzählte nun Jim alles, was ich in dem Wrack und auf der Fähre erlebt hatte und wie das nun einmal doch ein ordentliches Abenteuer gewesen sei. Er aber wollte wollte nichts von Abenteuern wissen, dankte dafür! Sagte, er sei so schon halb tot gewesen, als er das Floß nicht mehr habe finden können, habe geglaubt, nun sei alles aus, so oder so. Entweder müsse er ertrinken und sei verloren; oder werde er gerettet, so würde er ausgeliefert und verkauft und das sei auch nicht viel besser für ihn. Darin hatte er nun recht, er hatte überhaupt beinahe immer recht, und war ein merkwürdiger alter Schlaukopf für einen Nigger.

Ich las Jim aus einem Buche vor und da stand viel von Königen, Herzögen und Grafen und dergleichen wie flott die sich anziehen und wie kostbar und wie sie sich gegenseitig Majestät und Hoheit und Durchlaucht anreden, nicht bloß per Herr. Jims Augen quollen förmlich aus dem Kopf heraus, so interessierte es ihn. Sagt' er:

"Jim gar nix wissen, daß 's sein so viele! Jim nie nix davon hören! Jim nur wissen vom alten König Sallermon un - ja von die vielen Kartenkönigen! Wie viel so ein König denn kriegen?"
"Kriegen?" sag' ich, "was die kriegen? Tausend Dollars im Monat, wenn sie wollen, oder mehr, so viel sie wollen, kriegen sie, alles gehört ihnen ja!"
"Hui, das sein schön! Was sie haben zu thun, Huck?"
"Thun? nichts! Könige thun gar nichts, Jim, die sitzen nur so herum!"
Nein, warraftig?"
"Natürlich, Jim, ganz gewiß, die sitzen nur so herum. Vielleicht wenn's Krieg giebt, müssen sie einmal aufstehen und mitgehen, aber sonst faullenzen sie nur so in allen Ecken herum oder jagen oder fi-scht, hast du nicht was was gehört?"

Wir krochen vor und lauschten, es war aber nur das Geräusch einer Dampferschaufel. Ein Dampfer bog eben oben um eine Ecke des Flusses und so zogen wir uns denn wieder zurück.

"Ja", fuhr ich fort, "und manchmal, wenn's ihnen gar zu langweilig wird, ärgern sie das Parlerment ein bißchen oder lassen ein paar Köpfe abhauen. Gewöhnlich aber halten sie sich im Harem auf!"
"Im - wo?"
"Im Harem!"
"Was das sein?"
"Der Ort, wo sie die Weiber halten. Was, du weißt nichts vom Harem, Jim? Sallermon hat ja auch einen gehabt mit einer Million Frauen drin!"
"Ach - warraftig, alte Jim haben ganz vergessen, warraftig - das sein so! Jim denken, Harem sein so so groß wie große Wirtshaus! He, Huck? Müssen haben ganze Haus Haus voll Kinnerstuben, nix als wie schreien, nix als wie zanken! Schreien die Kinner, zanken die Weiber! Alte Sallermon sein nix gewesen weiser Mann, wie Leute sagen. Sein gar nix gewesen weise, alter Jim sagen. Weiser Mann nix gehen un bauen eine Haus un stopfen ihr voll Weiber un Kinner un sitzen in die Mitt' von all die Lärm un Geschrei. Weiser Mann nix thun so dumme Sach', er bleiben schön allein oder bauen ganz kleine Laden un verkaufen Ziehgarren un Whiskey un schließen die Laden, wann er wollen Ruhe Ruhe Ruhe haben. Un eine Weib sein ganz genug für weise Mann un keine so vielen Kinner - nein, Jim sagen, Sallermon sein gar nix weise!"
"Er war aber doch der weiseste König, der Sallermon, das hat hat mir schon die Witwe gesagt und die Witwe, die weiß es!"
"Jim nix wollen wissen, was der Witwe sagen - Sallermon sein nix weise! Er sein halber verrückt, Jim sagen. Du hören von die Kind, die er wollen hauen entzwei?"
"Ja, das hat mir die Witwe gerade erzählt und -"
"Drum eben! Waren das nix verrückt? Du hören eine Augenblick! Dort die Baumstumpf sein eine Frau, du dort sein die anner, Jim sein Sallermon un hier Dollarschein sein Kind! Baumstumpf un du wollen haben der der Schein. Jim nix gehen un fragen der Nachbarn, wem sein der Schein, dir oder anner Frau, Jim nix als nehmen Schein, reißen ihn in zwei Stücken un sagen: hier du haben, un hier du! Sein das weise? Du nix haben, anner Frau nix haben! So Sallermon wollen thun mit der Kind! Jim dir nun fragen, was sein halbe Schein wert? Nix! Was sein halbe halbe Kind wert? Wieder nix! Sein eine Million halber Kinner nix, gar nix wert! Nein, Sallermon nix sein weise! -"
"Aber, Jim, laß dich begraben, du hast ja gerad' am Kernpunkt vorbeigeschossen, Gott straf' mich, tausend Meter weit vorbeigeschossen sag' ich dir!"

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Stadt und Amt Jena mit Lobeda....

Posted by Admin on Mai 12, 2008
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Jenasche Linie: Herzog Bernhard erhielt Stadt und Amt Jena mit Lobeda, Burgau, die Ämter Kapellendorf, Bürgel, Dornburg, Allstädt, die Städte Apolda und Buttelstädt, die Vogteien Magdala, Brembach und Gebstedt, die Herrschaft Remda, Schloß Ettersburg und mehre kleinere Besitzungen zum Antheil und st. 1678. Sein Sohn Johann Wilhelm stand unter Vormundschaft der Herzöge von Weimar und Eisenach und starb, 16 Jahre alt, 1690, worauf die Linien Weimar und Eisenach nun sein Land theilten; erstere erhielt die Ämter Dornburg, Kapellendorf, Bürgel. die Städte Buttstädt und Apolda, die Vogteien Magdala und Gedstedt; letztere dagegen die Ämter Jena und Allstädt und die Herrschaft Remda. […]

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Der Sturm ist kein Narr.

Posted by Admin on Mai 12, 2008
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Der Sturm geht lärmend um das Haus, Ich bin kein Narr und geh hinaus, Aber bin ich eben draußen, Will ich mich wacker mit ihm zausen. Quelle: Joseph Freiherr von Eichendorff. Wanderlieder Gedichte 1841 www.zeno.org Als er einige Tage später vom Tod der Fee erfährt, packt ihn die wilde Idee, bereuend mit aschenem Gesicht nach Irgendwo pilgern und wie Jesus die Fee wieder zu beleben. Die Feier des Gottesdienstes am Aschermittwoch hat sich in evangelischen, besonders in den lutherisch geprägten, Kirchen erhalten und gewinnt wieder vermehrt an Bedeutung. Dabei kann auch die Spendung des Aschenkreuzes stattfinden. Das Evangelische Gottesdienstbuch schlägt vor, den Aschermittwoch mit einem Bußgottesdienst oder der Feier der Gemeindebeichte zu begehen. Die liturgische Farbe des Tages ist Violett, das gesungene Halleluja nach der Epistellesung fällt weg. Auch das Ehre sei Gott in der Höhe wird ab Aschermittwoch in allen Gottesdiensten bis Karsamstag mit Ausnahme des Gottesdienstes am Gründonnerstag nicht mehr gesungen. Er bleibt allein zurück, begleitet die Freunde aber zuvor noch ein Stück des Wegs bis auf die andere Seite des Gebirges, dorthin, wo die Täler sich in die Ebene ausliefen. Das Lied des Tages ist Lasset uns mit Jesus ziehen. Auch wollten die Leute erfahren haben, daß Dulichius mit dem leibhaftigen Teufel in Verbindung stehe; denn am 7. Oktober 1652 war der Gefangene bei verschlossenen Türen vom Turme gestiegen und hatte mit mehreren Personen auf der Gasse gesprochen und am anderen Morgen sich doch wieder in seinem Gefängnis befunden. So starb ein Mann, der das Opfer seiner Feinde und des furchtbaren Aberglaubens seiner Zeit geworden war. Daher schritt man zur Inquisition und verschickte die Akten an den Leipziger Schöppenstuhl, welcher auf die Tortur erkannte, um ihm das Geständnis seines Bundes mit dem Teufel abzupressen. Durch seinen Eifer gewann er für den sabbatianischen Schwindel viele Anhänger in Afrika; er zog sich aber auch Gegner und Gefahren auf den Hals. […]

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Drei Viertelstunden später gelangte die begeisterte Procession.

Posted by Admin on Mai 12, 2008
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auf schattigen Pfaden, inmitten der vollen Ueppigkeit einer tropischen Vegetation, zu dem Palast des Sultans, einem viereckigen Gebäude, das den Namen Ititenga führte und an der Abdachung eines Hügels lag. Eine Art Veranda ging von dem Dach der Hütte aus und stützte sich auf Holzpfähle, die darauf Anspruch machten, behauen zu sein. Lange Reihen von röthlichen Thongefäßen schmückten die Wände und suchten Menschen- und Schlangengestalten zu reproduciren; natürlich waren Erstere weniger gut gelungen, als die Letzteren. Das Dach dieser Wohnung ruhte nicht unmittelbar auf den Mauern, so daß die Luft frei darin circuliren konnte. Sonst waren wenige oder gar keine Oeffnungen gelassen; es gab keine Fenster und kaum eine Thür. Am 30. Januar 1805 reist er mit seinem Schwager Anderson, dem Zeichner Scott und einer Schaar Handwerker wieder ab, kommt in Gorée an, nimmt sich eine Verstärkung von fünfunddreißig Soldaten, sieht am 19. August den Niger wieder, aber von vierzig Europäern bleiben in Folge der übermenschlichen Anstrengungen, Entbehrungen, Mißhandlungen, der Ungunst des Himmels, und der ungesunden Ausdünstungen des Landes nur noch elf am Leben; am 16. November gelangten die letzten Briefe Mungo-Parks an seine Frau, und ein Jahr später erfuhr man durch einen Handelsmann dieses Landes, daß der unglückliche Reisende am 23. December in Bussa am Niger angekommen, seine Barke von den Katarakten des Stromes umgestürzt, und er selbst von den Eingeborenen ermordet sei. Von 1749 bis 1758 bereist Adamson das Flußgebiet und besucht Gorée; von 1785 bis 1788 durchstreifen Golberry und Geoffroydie Wüsten Senegambiens und kommen bis zu dem Lande der Mauren, die Saugnier, Brisson, Adam, Riley, Cochelet und so viele andere Unglückliche ermordeten. Dann folgt der berühmte Mungo-Park, ein Freund Walter Scott's, und wie dieser ein Schotte. Er wurde im Jahre 1795 von der afrikanischen Gesellschaft zu London abgesandt, erreicht Bambarra, sieht den Niger, macht in Gesellschaft eines Sclavenhändlers fünfhundert Meilen, recognoscirt den Gambia und kehrt im Jahre 1797 nach England zurück. […]

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