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Reise Network Sachsen

15.07.2009 23:12 Uhr - World-4-Hostin - Webhosting + Free Traffic
Zwölftes Kapitel B

Morgens, eh' der Tag kam, schlüpfte ich dann in die Felder und pumpte mir irgend eine Melone oder einen Kürbis oder sonst Früchte oder etwas der Art. Pumpen sei nichts Schlimmes, hatte mein Alter immer gesagt, wenn man nur die Absicht habe, es einmal heimzugeben, die Witwe aber meinte, das sei nur ein schönerer Ausdruck für Stehlen und niemand Rechtes thäte dergleichen. Jim, den ich frug, sagte, die Witwe habe recht, der Alte aber auch und wenn wir zwei oder drei Dinge von unsrer Pumpliste strichen, zum Beispiel schlechte Wassermelonen oder saure Äpfel, und uns fest vornähmen, diese künftig liegen zu lassen, dann sei's wohl jedem recht gemacht, und wir könnten das Übrige leichten Herzens lustig weiter nehmen. Vorher war's uns nicht ganz wohl bei der Sache gewesen, aber nun wir diesen Ausweg gefunden, wurde es uns wieder ganz behaglich, - Wassermelonen und saure Äpfel ließen sich ja leicht entbehren.

Ab und zu schossen wir ein vorwitziges Wasserhuhn, das sich des Morgens zu früh erhob, oder des Abends zu spät legte, kurz, alles in allem lebten wir ganz glücklich, zufrieden und behaglich und freuten uns unsres Daseins.

In der fünften Nacht nach St. Louis kam ein furchtbares Gewitter mit Donner und Blitz und der Regen goß wie Bindfaden herunter. Wir verkrochen uns in unsre Hütte und ließen Floß Floß sein, das schwamm schon von selbst weiter. Beim Schein der Blitze konnten wir sehen, daß die Ufer felsig waren und steil und auch im Wasser zeigten sich Felsen. Auf einmal ruf' ich: "Halloh, Jim, sieh' mal dort hin!" Und was war's? Ein riesiges Dampfboot, das an einem der Felsen gestrandet war. Wir hielten gerade darauf los, man konnte es so deutlich sehen beim Schein der Blitze. Ein Teil ragte noch aus dem Wasser hervor und alles ließ sich klar unterscheiden, bis auf einen Stuhl nahe bei der großen Schiffsglocke, über dem noch ein alter schwarzer Hut hing.

Puh, mich überlief's! Es war so schauerlich, da draußen in der Nacht bei dem Sturm und alles so geheimnisvoll und mir ging's, wie's jedem Jungen in meinem Alter gegangen wäre beim Anblick des einsamen, traurigen Wracks da mitten im Strom, mir gruselte und doch wollt' ich für mein Leben gern an Bord und ein wenig dort herumschnüffeln.

"Laß uns anlegen, Jim," bat ich.

Jim aber war zuerst taub für die Bitte und meinte:

"Jim nix brauchen zu sehen auf Wrack, Jim sein gar nix neugierig. Du viel besser bleiben davon oder du dir verbrennen die Finger. Jim nix wollen haben zu thun mit Polizei!"

"Polizei? Selbst Polizei! Was hätte denn die da zu thun? Das Deck und das Lootsenhaus bewachen, he? Glaubst du, irgend einer riskiere sein Leben in einer solchen Nacht wegen ein paar alter Planken, die jeden Augenblick auseinandergerissen und weggespült werden können?" Jim glaubte das nun keineswegs und so blieb er still. "Und außerdem," fuhr ich fort, "können wir uns gewiß etwas aus des Kapitäns Kajüte pumpen, Jim - Zegarren, wett' ich, fünf Cents das Stück, feine Ware, Jim! Dampfboot-Kapitäne sind immer reich, Jim! Haben sechzig Dollars im Monat und fragen nicht lang was etwas kostet, wenn sie's brauchen. Komm', steck' eine Kerze ein, Jim, ich hab' keine Ruhe mehr, bis wir dort sind. Meinst du, Tom Sawyer hätte zu so 'was nein gesagt? Niemals! Der nicht! Der hätt's ein Abenteuer genannt - ein heldenhaftes Abenteuer - so hätt' er's genannt und wäre an Bord gegangen, wenn's auch sein Leben gekostet hätte. Und wie hätt' er sich dabei benommen! Mit Anstand, sag' ich dir! Der hätt' sich hingestellt wie Christian Klumbus, als er das tausendjährige Reich entdeckte! Ach, wie ich wollte, Tom wär' hier!"

Jim brummte noch etwas in seinen Bart, den er nicht hatte, und gab dann nach. Er sagte aber, wir dürften so wenig als möglich reden, nur das Allernotwendigste und ganz, ganz leise. Der Blitz zeigte uns das Wrack wieder, gerade rechtzeitig, um anlegen zu können.

Das Vorder-Deck ragte hier hoch über Wasser. Wir krochen im Dunkeln vorsichtig nach dem Hinterdeck zu, in der Richtung nach dem Texas (der Kajüte auf dem oberen Deck), wobei wir uns mit den Füßen langsam weiterfühlten und die Hände vorstreckten um uns vor den Geien (Befestigungsketten der Boote und des Schornsteins) zu schützen, von denen in der Dunkelheit keine Spur zu sehen war. Sehr bald erreichten wir das Oberlicht der Kajüte und erklommen dasselbe; der nächste Schritt brachte uns bis vor die offenstehende Thür der Kapitänskabine, wo wir in der Ferne durch den Salon des Texas ein Licht bemerkten und Stimmengemurmel vernahmen.

Jim flüsterte mir zu, ihm sei sterbensübel und beschwor mich, mit ihm wegzugehen. Ich sagte: "gut, komm' fort," da hörte ich gerade eine Stimme stöhnen und flehen:

"Ach, laßt mich doch, Jungens, ich schwör's, ich verrat' euch nicht!"

Drauf antwortete eine andre Stimme ziemlich laut:

"Das lügst du, Jim Turner, wir sind dir hinter die Schliche gekommen! Immer hast du den größten Teil gewollt, wenn's etwas zu teilen gab, und auch gekriegt, was noch wichtiger ist, weil du uns immer verraten wolltest, wenn wir's nicht thäten. Diesmal aber haben wir dich gefangen, Kerl! Gemeiner, verlogener Hund du!"

Jim war schon über alle Berge und mußte bereits beim Floß angelangt sein, in mir aber schwoll die Neugier. Tom Sawyer hätte nun erst recht nicht locker gelassen, sagte ich mir, und ich thu's auch nicht, ich muß sehen, was da vorgeht. Ich ließ mich daher auf die Hände und Kniee nieder und kroch in dem kleinen Durchgange in der Dunkelheit nach hinten, bis mich nur noch die Breite von etwa einer Kabine von dem Quersalon des "Texas" trennte. Da drinnen lag ein Mann an Händen und Füßen geknebelt auf dem Boden, zwei andre standen vor ihm, der eine mit einer kleinen Laterne, der andre mit einer Pistole in der Hand. Der mit der Pistole zielte nach dem Kopf von dem am Boden und sagte wieder und wieder:

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Das weiß ich wahrlich nicht.

Posted by Admin on Mai 12, 2008
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oder ich würd's dir doch gewiß sagen," versetzt er, sich gleichsam entschuldigend. Ich habe vor dem Frühstück meinen Text studiert für nächsten Sonntag und hab' mein neues Testament auf dem Tisch gehabt, da hab' ich's gewiß verwechselt und den Löffel statt dessen in die Tasche gesteckt, denn wie ich jetzt merke, ist mein Testament nicht drin. Ich will einmal gehen und nachseh'n und wenn's noch da liegt, wo ich's vor dem Frühstück hatte, dann ist's ganz sicher so und ich hab's nur verwechselt und hab' den Löffel - Frühstück ist wenn Jogger in aller Frühe dem Uferverlauf folgen und Möwen mit ihrem Geschrei den Tag begrüßen. Wenn Nordic Walker ihre links und rechts gelochten Fußspuren in den feuchten Sand drücken und zwischen den wohl aufgereihten Strandkörben bunte Strandmuscheln ihren Platz finden. Wenn die Luft nach Sonnenmilch riecht und die Fassaden der schönen Bädervillen in der Hitze flimmern. Wenn schon von Ferne das fröhliche Lachen der Kinder am Strand zu hören ist und bunte Wasserbälle auf blauen Wellen tanzen. Wenn der Tag mit einem Frühstück auf der Terrasse beginnt und der Abend zum Sonnenuntergang ans Achterwasser einlädt. Wenn das Fischbrötchen zum Genusshappen wird und die Radtour entlang der Düne den Blick auf das Meer freigibt. Wenn Adler-Schiffe zwischen den Seebrücken entlang gleiten und Luxusliner und Traditionssegler vor der Küste ankern. Wenn überall fröhliche Feste gefeiert werden und die schönsten Feuerwerke in den nächtlichen Sommerhimmel aufsteigen. Wenn das schöne Achterland in seine kleinen Dörfer einlädt. Dann ist Sommer auf Usedom. Es war vor Jahren, zur Zeit der Heuernte. Eine Anzahl Leute aus Großröhrsdorf waren mit dem Mähen einer einsamen Waldwiese an der Steinbach in der Masseney beschäftigt. Während der Frühstückspause nahmen die Mäher Platz im Schatten einer hohen Fichte. Man unterhielt sich dabei von verschiedenen Dingen. Gar bald kam das Gespräch auch auf den spukhaften Bornematz. Da rief einer der Mäher im Übermute laut in den Wald hinein: Bornematz, komm und frühstück mit! Plötzlich kam aus dem Walde heraus ein riesenhafter Hase gesprungen, setzte mit gewaltigen Sprüngen über die erschrockenen Mäher hinweg, warf die gefüllten Krüge und Flaschen um und verschwand wieder spurlos. Der vorwitzige Mäher aber erhielt von unsichtbaren Händen einige so gesalzene Ohrfeigen, daß ihm schier die Sinne vergingen. Er hat es nie wieder versucht, den Hockauf Bornematz zum Frühstücke einzuladen. […]

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Friedensgruß mein müder Fuß.

Posted by Admin on Mai 12, 2008
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Und wenn des Lebens Wogen um mich gestürmt, gegrollt, wenn fast mein Aug vertrocknen, mein Mund verschmachten wollt, wenn in des Tagwerks Mühen erlahmt mein müder Fuß - wie hab ich mich gesehnet nach seinem Friedensgruß! Düfte zwischen Aromapflanzen und Meer erleben. Er wußte im voraus, daß die vorüberfahrenden Schiffer, in dem Glauben, es sei Glockengut, innerhalb acht Tagen den Versuch machen würden, die Glocke zu stehlen. Und siehe da, er hatte sich nicht verrechnet, und fand nach drei Tagen schon die Scherben. Solche Überlistungen freuten ihn, und man kann zugeben, daß darin ein Äderchen von der Herzader seines Vaters sichtbar war. Im übrigen aber war er unfähig, zu dem Ruhme seines Hauses auch nur ein Kleinstes hinzuzufügen; er fühlte sich nur als Verwalter dieses Ruhmes, ein Gefühl freilich, das ihm unter Umständen Bedeutung und selbst Würde lieh. Wo er für sich und seine eigenste Person eintrat, in den privaten Verhältnissen des alltäglichen Lebens, war er eine wenig erfreuliche Erscheinung: kleinlich, geizig, unschön in fast jeder Beziehung. Von dem Augenblick an aber, wo die Dinge einen Charakter annahmen, daß er seine Person von dem Namen Zieten nicht mehr trennen konnte, wurde er auf kurz oder lang ein wirklicher Zieten. Er war nicht adlig, aber gelegentlich aristokratisch. Dies Aristokratische, wenn geglüht in leidenschaftlicher Erregung, konnte momentan zu wahrem Adel werden, aber solche Momente weist sein Leben in nur spärlicher Anzahl auf. Sein bestes war die Liebe und Verehrung, mit der er ein halbes Jahrhundert lang die Schleppe seines Vaters trug. In diesem Dienste verstieg sich sein Herz bis zum Poetischen in Gefühl und Ausdruck, wofür nur ein Beispiel hier sprechen mag. Auf dem mit Rasen überdeckten Kirchenplatz, etwa hundert Schritte vom Grabe Hans Joachims entfernt, erhebt sich ein hoher, zugespitzter Feldstein mit einer in den Stein eingelegten Eisenplatte. […]

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Herr Smith, wollen Sie fliehen?.

Posted by Admin on Mai 12, 2008
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Ohne ein Wort dazu zu sagen, hörte der Seemann zu. Auf jenem rechten Ufer vorzudringen, wäre weit schwieriger gewesen, denn von den steilen, manchmal schroffen Abhängen neigten sich oft ganze Bäume, die nur noch durch ihre Wurzeln gehalten waren, bis zum Niveau des Wassers. Unter den Füßen glaubte man ein Netz von Wasseradern zu spüren, die durch irgendwelche unterirdische Spalten sich in den Fluss ergießen mochten. Aufmerksam betrachtete der Seemann die Natur der Umgebungen. Die mit etagenartig stehenden Bäumen besetzte Erhöhung bildete einen jede Aussicht beschränkenden grünen Vorhang. Zu seinem Unglück wurde er von Seeräubern ergriffen und nach Algier gebracht. Pencroff ging sogleich daran: seinen Lastzug in Ordnung zu bringen. Neben diesem linken Ufer dehnte sich ein ebenerer Boden, der nach dem Innern zu sanft aufstieg. Da und dort sehr feucht, nahm er fast einen sumpfigen Charakter an. Manchmal plätscherte auch ein leicht zu überschreitender Bach quer durch das Gehölz. Das gegenüber liegende Ufer erschien weit unebener, und zeichnete sich die Richtung des Tals, dessen Sohle eben der Fluss einnahm, in seinen Linien deutlich ab. Entschlossen strich Harbert mit dem Hölzchen schnell über den Kiesel. Der Direktor der Handelsgesellschaft war unser Schiffer und Gastgeber. Weder glaubte er an den Verlust seines Herrn, noch wollte er daran glauben. Aufmerksam betrachtete der Seemann die Natur der Umgebungen. Sie sind gegen England gezogen und treffen manch lohnendes Ziel. Unter den Füßen glaubte man ein Netz von Wasseradern zu spüren, die durch irgend welche unterirdische Spalten sich in den Fluß ergießen mochten. Das gegenüber liegende Ufer erschien weit unebener, und zeichnete sich die Richtung des Thals, dessen Sohle eben der Fluß einnahm, in seinen Linien deutlich ab. Immer tiefer trieb diese Idee ihre Wurzeln in seinem Herzen. Da und dort sehr feucht, nahm er fast einen sumpfigen Charakter an. Weder glaubte er an den Verlust seines Herrn, noch wollte er daran glauben. Der Fährmann, eine prächtige Gestalt, stand am Ufer und wünschte gute Fahrt. Neben diesem linken Ufer dehnte sich ein ebenerer Boden, der nach dem Innern zu sanft aufstieg. […]

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