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Klarheit des Himmels,

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Fund Verkleidet Bunker

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Zweites Kapitel B

Raub und Mord und Totschlag

"Den hat er wohl, aber wo ihn finden? Früher lag er doch manchmal betrunken in der Straße, aber seit einem Jahr hat ihn niemand gesehen hier herum!"

Nun berieten sie hin und her und hätten mich beinahe ausgestoßen, denn jeder, so sagten sie, müsse jemanden zum töten haben, was dem einen recht, sei dem andern billig, und so saßen sie und überlegten und ich heulte beinahe, so schämte ich mich. Da fiel mir plötzlich Miß Watson ein, und ich bot ihnen die zum töten an, das leuchtete ihnen ein und alle riefen:

"Das geht, die ist recht dazu, Huck kann eintreten!"

Dann nahmen wir Alle Stecknadeln, stachen uns in die Finger und unterzeichneten unsern Namen mit unsrem Herzblut, wie Tom sagte.

"Nun", meinte jetzt Ben Rogers, "auf was soll unsere Bande sich hauptsächlich verlegen?"

 "Auf weiter nichts," versetzte Tom, "als Raub und Mord und Totschlag!"

"Wen sollen wir denn berauben? Häuser - oder Vieh - oder -"

"Unsinn!" schrie Tom, "das nennt man diebsen und stehlen, nicht rauben und plündern! Wir wollen keine Diebe sein sondern Räuber! Das ist viel vornehmer! Räuber und Wegelagerer! Wir überfallen die Postkutschen und Wagen auf der Landstraße, mit Masken vor dem Gesicht und schlagen die Leute tot und nehmen ihnen Uhren und Geld ab!" -

"Müssen wir immer alle tot hauen?"

"Gewiß, das ist am einfachsten. Ich hab's auch schon anders gelesen, aber gewöhnlich machen sie's so. Nur einige schleppt man hie und da in die Höhle und wartet, bis sie ranzioniert* werden!"

"Ranzioniert? Was ist denn das?"

"Das weiß ich selber nicht, aber so hab' ich's gelesen und so müssen wir's machen!"

"Ho, ho, das können wir ja nicht, wenn wir nicht wissen, was es ist!"

"Ei zum Henker, wir müssen's eben! Hab' ich dir nicht gesagt, daß ich's gelesen habe? Willst du's anders machen, als es in den Büchern steht, und alles untereinander bringen?"

"Oh, du hast gut reden, Tom Sawyer, aber wie in der Welt Welt sollen wir die Burschen ›ranzionieren‹, wenn wir nicht wissen, wie man's macht? Das Das ist's, was ich wissen will! Wie, zum Beispiel, denkst du dir's eigentlich?"

"Ich, - ich weiß nicht, aber ich denke, wenn wir sie behalten, bis sie ranzioniert sind, so wird das heißen, bis sie tot sind!"

 "Das läßt sich hören, das begreife ich, aber warum hast du das nicht gleich gesagt? Natürlich behalten wir sie, bis sie zu Tode ranzioniert ranzioniert sind. Aber Last werden sie uns machen genug und genug, uns alles wegfressen und dabei immer auskneifen wollen!" -

"Wie du schwatzest, Ben! Wie können sie auskneifen, wenn einer immer Wache steht, der bereit ist, sie niederzuschießen, wenn einer nur den Finger krumm macht?"

"Einer, der Wache steht? Das Das ist gut! Das freut mich! Also soll einer die ganze Nacht dastehen, ohne zu schlafen und sie bewachen? Das ist eine gräßliche Dummheit. Warum nimmt man da nicht sofort einen Knüttel und ranzioniert sie, wenn sie hierher kommen?"

"Weil's so nicht in den Büchern steht, darum! Ich frag' dich, Ben Rogers, willst du alles den Regeln nach thun oder nicht? Darauf kommt's an! Ich glaube, die Leute, welche die Bücher schreiben, schreiben, wissen besser, wie man's macht, als du! Denkst Denkst du, sie könnten von dir etwas lernen? Noch lange nicht? Und drum wollen wir die Bursche genau so ranzionieren, wie's da angegeben ist und nicht ein bißchen anders!" -

"Schon recht, mir liegt nichts dran, ich sage aber, es ist ist gräßlich dumm so. Sollen wir die Weiber auch töten?"

"Ben Rogers, wenn ich so dumm wäre wie du, hielt ich lieber den Mund! Die Weiber töten! Wer hat je so etwas gehört oder gelesen! Nein, die werden in die Höhle geschleppt und man ist so höflich und rücksichtsvoll gegen sie, als man kann. Nach einer Weile verlieben sie sie sich dann in einen und wollen gar nicht mehr wieder fort."

"Gut, damit bin ich einverstanden! Ich für mein Teil aber danke. Bald werden wir die ganze Höhle voll Weiber haben und voll Kerle, die auf's ranzonieren warten, warten, so daß am Ende kein Platz mehr für die Räuber da sein wird. Ich seh's schon kommen! kommen! Aber mach' mach' nur weiter, Tom, ich bin schon still!"

Der kleine Tommy Barnes war inzwischen eingeschlafen und als sie ihn weckten, fürchtete er sich und weinte und wollte zu seiner Mama und gar kein Räuber mehr sein.

Da neckten sie ihn alle und hießen ihn Mamakind und er wurde wild und schrie, nun wolle er auch alles sagen und alle Geheimnisse verraten. Da gab ihm Tom fünf Cents um ihn stille zu machen und sagte, nun gingen wir alle nach Hause und kämen kämen nächste Woche wieder zusammen und dann wollten wir ein paar Leute berauben und töten.

Ben Rogers sagte, er könne nicht viel loskommen, nur an Sonntagen und wollte deshalb gleich nächsten Sonntag anfangen. Aber die Jungens meinten alle am Sonntag schicke sich so etwas gar nicht und so ließen wir's sein. Sie machten aus, so bald als möglich wieder zusammen zu kommen und dann einen Tag zu bestimmen. Hierauf wählten wir noch noch Tom Sawyer zum Hauptmann und Joe Harper zum Unterhauptmann der Bande und brachen dann nach Hause auf.


Ich kletterte wieder auf's Schuppendach und von da in mein Fenster, gerade als es anfing Tag zu werden. Meine neuen Kleider waren furchtbar schmutzig und voller Lehm und ich war hundemüde.

*Durch Lösegeld befreit, losgekauft.

Quelle:
Mark Twain
Abenteuer und Fahrten des Huckleberry Finn
Erstes Kapitel
Verlag Robert Lutz
Stuttgart 1892

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Klarheit des Himmels, Ruhe der Atmosphäre

Ein wenig Philosophie. - Eine Wolke am Horizont. - Im Nebel. - Der unerwartete Ballon. - Die Signale. - Genaue Ansicht des Victoria. - Die Palmbäume. - Spuren einer Karawane. - Der Brunnen inmitten der Wüste. Wir sind inmitten der Wüste, verkündete der Doctor. Eine unabsehbare Sandebene! Welch' sonderbares Schauspiel! Wie eigenthümlich hat doch die Natur ihre Gaben vertheilt! Warum dort jene reiche Vegetation und hier diese außerordentliche Dürre - Beides unter derselben Breite, denselben Sonnenstrahlen! Er holte tief Athem und trocknete sich das Gesicht ... Wärme ist etwas Schönes, besonders im Winter, aber im Sommer darf man keine Verschwendung damit treiben. Aber durch die Tränen hindurch sah ich das sommernächtige Land daliegen, die mächtige Flucht der Ackerfelder schwoll am Horizont wie eine starke und weiche Woge in den Himmel, seitwärts schlief atmend der weithin gestreckte Wald und hinter mir lag fast verschwunden das Dorf, mit wenig Lichtlein und wenigen leisen und fernen Tönen. Ja, manche unter ihnen handelten mit Menschen, mit lebendigen Menschen. Die Idee von der Gerechtigkeit und der Wahrheit zerfällt. Die Tachonadel weist zum Teil eine Geschwindigkeit von bis zu 110 km/h auf. Diese Etappe schließt den Bogen vom Gebirge zur Wüste. An Tagen, da die Sonne scheint, braucht ihr mich nicht anzuzunden. Die Texte befahlen, die Welt von den Opfern und Beleidigten her zu lesen. Himmel, Ackerland, Wald und Dorf samt den vielerlei Wiesendüften und dem vereinzelt noch hörbaren Grillengeläut floß alles ineinander und umgab mich lau und sprach zu mir wie eine schöne, froh und traurig machende Melodie. Nur die Sterne ruhten klar und unbewegt in halbdunkeln Höhen. Das Highlight der Tour befand sich fast am Ende der russischen Nehrungsseite. Allein ich erzählte ihm nichts von meinem nächtlichen Spaziergange. Sie liegen nicht naturhaft immer schon in uns, sondern wir müssen sie lernen. Die Natur ihrer Heimat ließ es sie nicht fühlen. Auch die Litauische Grenze war am Horizont zu erkennen. […] Mehr lesen >>>


Fund Verkleidet Bunker Frühstück

Nach dem Frühstück hätte ich gern unsre Erlebnisse besprochen und begann von dem Toten, den wir in der schwimmenden Hütte gefunden; Jim aber wollte nicht drauf eingehen, weil das Unglück bringe. Auch meinte er, sein Geist könne uns erscheinen, denn einer, der nicht begraben sei, treibe sich noch viel leichter um, als einer, der zufrieden und behaglich in der Erde liege. Das schien mir soweit vernünftig und so bestand ich nicht weiter drauf die Sache zu besprechen, zerbrach mir aber im Stillen den Kopf, wer wohl den Mann erschossen und warum sie es gethan. In den Ozean hinaus möcht ich; wie klopft mir das Herz! Millionen Grillen umzirpten es unaufhörlich, der wispernde Chor der Nacht. Der Graf schaute hinein, fuhr aber gleich wieder zurück. Selten hatte ich eines so reizenden Anblicks genossen; all unser Forschen aber nach dem Namen der Person, welche diese romantische Einsamkeit bewohnt hatte, war vergebens; keiner wußte seinen Namen, außer Dominique, sein Banquier, der sich nach Candia begeben hatte. Sie soll Euch noch nach Jahren an das erinnern, was Ihr versprochen habt! Unter den Himmeln jubelte ein ebenso sattes Trillern der Lerchen. Eine Reihe üppiger Weingärten leitet das Auge zu dem Berge Calcla, der mit Oliven- und blühenden Myrtenbäumen bedeckt, auf seinem Gipfel einen alten Griechischen Tempel in majestätischen Ruinen trägt. Vor langer Zeit lebten Kobolde in merkwürdig verformten oder verzweigten Geisterbäumen. Diesem hat man sich zu nähern und ihm durch Zeichen anzudeuten, daß man den Schlüssel zu haben wünscht. Das Fräulein hatte einen Ersatz für die Bedürfnisse seines Herzens gefunden, und der Herr Ritter war zu gescheit, um in diesem Augenblicke seine Genugtuung darüber zu laut werden zu lassen. Auf die Dickhäuter werden wir allerdings erst im Etosha Nationalpark treffen. Viele kamen um, und ihre letzten Hilferufe hatte keiner gehört. Man hat gegen diesen Kanon verstoßen, aber es gab ihn. […] Mehr lesen >>>


Empfangszimmer, Speisesaal und Wohnzimmer in Karwe - Ausflugszielen - Urlaub - Reisen

Zur Rechten des Empfangszimmers ist der Speisesaal. Hier befinden sich neben anderen Schildereien vier Familienporträts: zunächst der Ahnherr des Hauses, einem Grabsteinrelief nachgebildet, das sich in der Kirche zu Hannoversch-Wittingen bis diesen Tag erhalten hat. Unmittelbar darunter hängen die Bilder des Urgroßvaters und Großvaters des jetzigen Besitzers, von denen wir den ersteren als stattlichen und reich verheirateten Oberstleutnant bei der Garde, den andern als Vater des Junkers vom Regiment von Kalkstein bereits kennengelernt haben. Er wurde bei Kolin durch Arm und Leib geschossen und war der, auf den der alte Zieten die schon vorzitierten Worte bezog: "Gott segne dich und werde so brav wie dein Vater. In diesem Augenblick hatten nicht nur Esther und Lucie all die Summen aufgezehrt, die man der Ehrlichkeit des Bankiers der Galeeren anvertraut hatte, der sich um ihretwillen furchtbaren Abrechnungen aussetzte, sondern der Dandy, der Fälscher und die Kurtisane hatten auch noch Schulden. Auf dem Opernball hatte Rastignac den Vautrin des Hauses Vauquer erkannt, aber er wußte, daß ihm, wenn er plauderte, der Tod bevorstand; daher tauschte der Liebhaber der Frau von Nucingen mit Lucien Blicke, in denen sich auf beiden Seiten unter scheinbarer Freundschaft die Furcht verbarg. Jeder wird jetzt erraten, von welcher finstern Freude Carlos ergriffen wurde, als er von der Liebe des Barons von Nucingen erfuhr, denn er erkannte mit einem einzigen Blick, welchen Nutzen ein Mann seiner Art aus der armen Esther ziehen konnte. Die wiederholten Beweise unbedingter Ergebenheit, die der Saids für Mohammed glich, vollendeten das grauenhafte Werk der Eroberung Luciens durch einen Jakob Collin. In dem Augenblick, als Luciens Erfolg winkte, konnte also der kleinste Stein unter dem Fuß eines dieser drei Wesen den Zusammenbruch des phantastischen Baues einer so verwegen errichteten Glücksstellung herbeiführen. Diese Bäume wurden gefällt, und aus ihrem Holz wurde vorsichtig eine kleine Figur geschnitzt, sodass der Elb in dieser Figur weiterleben konnte. […] Mehr lesen >>>


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