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Ausflugsziele Europa

15.07.2009 23:12 Uhr - World-4-Hostin - Webhosting + Free Traffic

Viertes Kapitel.

"Langsam aber sicher." - Huck und der Kreisrichter. - Aberglaube.

So vergingen drei oder vier Monate und wir waren nun mitten im Winter drin. Ich ging fleißig zur Schule, konnte buchstabieren, lesen, schreiben, das Einmaleins her sagen bis zu sechs mal sieben ist fünfunddreißig,* weiter kam ich nicht und wäre auch wohl nie weiter gekommen und wenn ich hundert Jahre dran gelernt hätte - ich habe einmal kein Talent zur Mathematik.

Erst verabscheute ich die Schule, dann gewöhnte ich mich allmälich daran. Strengte sie mich einmal übermäßig an, so schwänzte ich einen Tag und die Tracht, die ich dafür andern Tags bekam, that mir gut und frischte mich auf. Je länger ich hinging, desto leichter wurde mir's. Auch an der Witwe ihre Art gewöhnte ich mich nach und nach und ärgerte mich nicht mehr über alles. Nur das im Hause wohnen und im Bette schlafen wollte mir noch immer nicht hinunter und eh' das kalte Wetter kam, rannte ich manchmal des Nachts in den Wald und ruhte dort einmal gründlich aus. Ich liebte mein altes, freies Leben viel - viel mehr als das neue, aber ich fing doch an, auch das ein klein wenig gern zu haben. Die Witwe und ich, wir kamen uns "langsam aber sicher" näher und waren ganz zufrieden miteinander. Sie sagte auch, sie schäme sich meiner gar nicht mehr.

Eines Morgens stieß ich beim Frühstück das Salzfaß um und wollte eben ein paar Körnchen von dem verschütteten Salz nehmen, um es über die linke Schulter zu werfen, damit es mir kein Unglück bringe, da kam mir Miß Watson zuvor: "Die Hand weg, Huckleberry," zetert sie, "du mußt auch immer Dummheiten machen!" Die Witwe wollte ein gutes Wort für mich einlegen, aber das konnte das Unglück nicht abhalten, das wußte ich nur zu gewiß. Ich war ganz zitterig und zerschlagen, als ich vom Tisch aufstand und schlich mich hinaus, mir den Kopf zerbrechend, wo mir wohl etwas Schlimmes zustoßen und
was in aller Welt es sein werde. Ich Ich weiß auch noch andre Mittel, um Unglück fern zu halten, aber die ließen sich hier nicht anwenden und so hielt ich still und that gar nichts, schlängelte mich nur niedergeschlagen meines Weges weiter, immer auf der Hut vor irgend etwas Unbekanntem. Ich ging den Garten hinunter und kletterte über den hohen Bretterzaun. Bretterzaun. Es war in der Nacht frischer Schnee gefallen und ich sah Fußspuren in demselben. demselben. Sie führten direkt vom Steinbruch hierher und rings um den Gartenzaun. Im Garten selbst sah ich nichts und das machte mich stutzig, was hatte einer da draußen herum zu lungern? Ich wollte den Spuren nachgehen, bückte mich aber erst noch einmal, um sie zu untersuchen. Zuerst fiel mir nichts dran auf, dann aber, Herr du mein Gott, da sah ich etwas, das mir bekannt war und ich wußte sofort, was die Uhr geschlagen hatte. Am linken Absatz der Fußspur befand sich ein mir nur allzu bekanntes Kreuz aus dicken Nägeln, um den Bösen fern zu halten.

 

In einer Sekunde war ich auf und setzte den Hügel hinunter. Von Zeit zu Zeit sah ich ahnungsvoll über die Schulter zurück, konnte aber niemand entdecken. Wie der Blitz rannte ich zum Kreisrichter, der ruft mir entgegen:
"Junge, du bist ja ja ganz außer Atem. Kommst du wegen deiner Zinsen?"
"Nein," sag ich, "hab' ich denn wieder was zu bekommen?"
"O ja, gestern abend sind die vom letzten halben Jahr eingelaufen. Über hundertundfünfzig Dollars. Ein ganzes Vermögen für dich, mein Junge. Ich lege dir die Zinsen aber wohl besser mit dem Kapital an, denn wenn du sie hast, gibst du sie auch aus."
"O, nein," sag' ich, "ich will sie gar nicht haben, die Zinsen nicht und auch die sechstausend nicht, Sie sollen's nehmen, Herr, ich will's Ihnen geben, alles, alles!"

Er sah mich erstaunt an, schien mich mich nicht zu verstehen. Dann sagte er:
"Wie, - wie meinst du das, Junge?"

Sag' ich: "Fragen "Fragen Sie mich, bitte, nichts weiter, Herr, aber nehmen Sie's, bitte, nehmen Sie's!"

Sagt' er: "Junge, ich versteh' dich nicht, was ist denn mit dir?"
"Bitte, bitte nehmen Sie's und fragen Sie mich nicht weiter - dann muß ich Ihnen auch nichts vorschwindeln!"

Er dacht' eine Weile nach, dann sagt' er:
"Holla, ich glaub' ich hab's. Du willst mir deine Ansprüche abtreten, verkaufen, nicht schenken. Das liegt dir im Sinn, nicht wahr?"

Und ohne weiteres schreibt er ein paar Zeilen auf ein Stück Papier, liest's noch einmal durch und sagte dann:
"Da - sieh her. Es ist ein Vertrag und es steht drin, daß ich dir deine Ansprüche abgekauft habe. Hier ist ein Dollar und nun unterschreibe!"

Ich unterschrieb und trollte mich.

Miß Watsons Nigger Jim hatte eine haarige Kugel, so groß wie eine Faust, die einmal aus dem vierten Magen eines Ochsen herausgenommen worden war. Mit der konnte konnte er wahrsagen, da sich ein Geist drin befand, der alles wußte. Ich ging also zu Jim am Abend und sagte ihm, mein Alter sei richtig wieder im Land, ich habe seine Fußtappen im Schnee gefunden. Was ich wissen wollte war, was der Alte im Schilde führte und wie lang er bleiben werde. Jim nahm seine haarige Kugel, brummte etwas drüber hin, hob sie in die Höhe und warf sie dann zu Boden. Sie fiel derb auf und rollte kaum einen Zoll weit von der Stelle. Noch einmal probierte es Jim und noch einmal und immer blieb es gleich. Jetzt kniete kniete Jim nieder und legte sein Ohr an die Kugel und horchte, aber 's wollte nichts sagen. Da sagt' er, manchmal redet es nicht ohne Geld. Ich bot ihm nun eine alte, nachgemachte Münze an, die ich hatte, bei der überall das Messing durchsah, und die so fett und schlüpfrig sich anfühlte, daß sie mir niemand für echt abgenommen hätte. Von meinem Dollar schwieg ich natürlich, denn für die alte Kugel war wahrhaftig die schlechte Münze gut genug. Jim nahm die Münze, roch daran, rieb sie, biß hinein und versprach, es einzurichten, daß die Haarkugel die Unechtheit nicht merke. Er sagte, er wolle eine rohe Kartoffel nehmen und die Münze hineinstecken und die Nacht über drinn lassen, am andern Morgen sehe man dann kein Messing und fühle keine Fettigkeit und kein Mensch werde den Betrug merken, noch weniger eine Haarkugel. Das Ding mit der Kartoffel wußt' ich, hatt's nur vergessen im Moment.

Jim steckte also nun die Münze unter die Kugel und legte wieder das Ohr dran. Jetzt sei alles in Ordnung, sagt' er und die Kugel werde mir wahrsagen, soviel ich wolle. "Nur zu!" sag' ich. Und die Kugel sprach nun zu Jim, und Jim sagt's mir wieder:

"Deine alte Vatter noch nix wissen, was wollen thun. Einmal wollen gehen, einmal wollen bleiben. Du sein ganz ruhig, Huck, lassen thun die alte Mann, wie er wollen. Sein da zwei Engels, fliegen um ihn rum. Sein der eine weiß, der andere schwarz. Wollen der weiß ihn führen gute Weg, kommen der schwarz un reißen ihn fort. Arme Jim nich nix können sagen von Ende, ob schwarz, ob weiß! Bei dir aber allens sein gut. Du haben noch viel Angst im Leben, aber auch viel Freud! Werden kommen Krankheit und Unglück, un dann Gesundheit un Glück! Sein deine Engel zwei Mädels, eine blond un eine braun, eine reich un eine arm. Werden du heiraten erst die arm un dann die reich! Du nix gehen zu nah an Wasser, sonst du müssen fallen rein un ganz ersaufen! Du hören arme, alte Jim, Huck, du nix vergessen, was er sagen!"

Das versprach ich denn auch hoch und heilig und als ich dann mein Licht anzündete und in mein Zimmer kam, - saß da mein Alter in Lebensgröße!

*Ja, Huck Finn hat's eben nach diesem Exempel nicht sehr weit in der Rechenkunst gebracht!

Quelle:
Mark Twain
Abenteuer und Fahrten des Huckleberry Finn
Erstes Kapitel
Verlag Robert Lutz
Stuttgart 1892
 

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Deutsch-Gruppenunterricht - Deutsch-Grundkurse für Anfänger (Niveau A1) und Deutsch-Aufbaukurse für die untere Mittelstufe (Niveau A2 - B1.

Posted by Admin on Mai 12, 2008
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Unsere Deutsch-Grundkurse sind für Teilnehmer ohne Deutsch-Vorkenntnisse bzw. mit sehr geringen Vorkenntnissen konzipiert und führen die Teilnehmer zur Sprachbeherrschung auf der Stufe A1 (Kompetenzstufe A1 = elementare Sprachverwendung gemäß den Richtlinien des Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens für Sprachen des Europarates). Das Sprachniveau A1 ist ausreichend, um einfache Gespräche zu den wichtigsten Alltagsthemen zu führen und bildet die Grundlage für die Teilnahme an einem weiterführenden Deutsch-Aufbaukurs. Der Deutsch-Gruppenunterricht kann sowohl als Vormittagskurs in der Zeit von 10.00 Uhr bis 13.15 Uhr als auch als Abendkurs in der Zeit von 17.00 Uhr bis 20.15 Uhr besucht werden – so wie es für die Teilnehmer am günstigsten ist. Unser Lernstudio berechnet keine Anmeldegebühren und Mehrwertsteuer. […]

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qualifizierte Nachhilfe / Einzelnachhilfe an Sprachschulen in Berlin.

Posted by Admin on Mai 12, 2008
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Nachhilfe zur Aufarbeitung von versäumtem Unterrichtsstoff, z.B. wegen Krankheit des Schülers, Schulwechsel oder Unterrichtsausfall, Unterstützung und Kontrolle bei der Hausaufgabenerledigung, Nachhilfe mit individuellen Unterrichtskonzepten bei speziellen Lernproblemen, wie Lese-Rechtschreibschwäche (LRS), Konzentrationsproblemen (ADS) und Rechenschwäche (Dyskalkulie), Nachhilfeunterricht mit flexibler Terminplanung und freier Zeiteinteilung für den Schüler, auch am Wochenende und in den Ferien, Motivation der Schüler und Vermittlung von Lerntechniken, individuelle Förderung leistungsstarker und interessierter Schüler in allen Fächern durch zusätzlichen, außerschulischen Einzelunterricht in nahezu allen Unterrichtsfächern (Talente- und Begabtenförderung). […]

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Nachhilfe und individuelle Weiterbildung in Dresden.

Posted by Admin on Mai 12, 2008
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Effektive Nachhilfe für mehr Erfolg in der Schule, bei der Ausbildung, beim Studium und im Beruf. Individuelle und qualifizierte Nachhilfe im Einzelunterricht. Effektive Wiederholung und Systematisierung des behandelten Unterrichtssstoffs und zum Schließen von Wissenslücken. Individuelle, qualifizierte Nachhilfe im Einzelunterricht in Englisch, Mathematik, Deutsch und anderen Sprachen und Unterrichtsfächern. Nachhilfestunden in Physik, Chemie, Biologie, Geografie, für alle Klassenstufen bei kompetenten Lehrkräften, Nachhilfe zur effektiven Wiederholung und Systematisierung des Unterrichtssstoffs und zum Schließen von Wissenslücken, Nachbereitung und Vertiefung von Unterrichsthemen, Nachhilfestunden zur Vorbereitung auf schriftliche und mündliche Leistungskontrollen und Klassenarbeiten, individuelle Prüfungsvorbereitung. Nachhilfe zur Vorbereitung auf Abitur, Fachabitur oder Abschlussprüfungen der Mittelschule sowie Vorbereitung auf Wiederholungsprüfungen, Nachprüfungen, Nachhilfe vor oder nach dem Schulwechsel, Nachhilfestunden zur Aufarbeitung von versäumtem Unterrichtsstoff, wegen Krankheit des Schülers, Schulwechsel oder Unterrichtsausfall, Nachhilfe zur Unterstützung und Kontrolle bei der Hausaufgabenerledigung, Nachhilfestunden mit individuellen Unterrichtskonzepten bei Lernproblemen, wie Lese-Rechtschreibschwäche LRS, Konzentrationsproblemen ADS und Rechenschwäche Dyskalkulie, Nachhilfe mit flexibler Terminplanung und freier Zeiteinteilung für den Schüler, auch Nachhilfestunden am Wochenende und in den Ferien, Motivation der Schüler und Vermittlung von Lerntechniken, individuelle Förderung leistungsstarker und interessierter Schüler in allen Fächern durch zusätzlichen, außerschulischen Einzelunterricht in allen Unterrichtsfächern, Talente- und Begabtenförderung, sprachliche Vorbereitung auf Bewerbungsgespräche oder Auslandsstudium in Englisch, Französisch, Spanisch, Russisch und anderen Fremdsprachen. […]

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