Nacht und Tag der lange
Gelobt sey uns die ewge Nacht, gelobt der ewge Schlummer. Wohl hat der Tag uns warm gemacht, und welk der lange Kummer. Die Lust der Fremde ging uns aus, zum Vater wollen wir nach […] Mehr lesen
Mehr lesenTop Hosting für Kunden aus Service/Handwerk/Gewerbe/Industrie
Gelobt sey uns die ewge Nacht, gelobt der ewge Schlummer. Wohl hat der Tag uns warm gemacht, und welk der lange Kummer. Die Lust der Fremde ging uns aus, zum Vater wollen wir nach […] Mehr lesen
Mehr lesenUnd auch des Eremiten Schwelle Verschont der grause Hunger nicht, Er grinst auch in die enge Zelle Mit abgezehrtem Angesicht. Wenn Chris von einem Eremiten auf dem Bild spricht, […] Mehr lesen
Mehr lesenLaß ab von mir, du finstrer Mann! Wer hat dich gerufen? Dein Odem glüht, deine Hand ist Eis, Dein Auge sprüht, deine Wang' ist weiß; – Ich aber will mich lustig freun An […] Mehr lesen
Mehr lesen
Web World 4 Hosting für Tourismus, Service, Handwerk, Handel, Industrie...
Zehntes Kapitel B
Vier Tage und vier vier Nächte mußte Jim auf seinem Lager aushalten, dann war alles wieder abgeschwollen und er war wieder heil und gesund. Ich schwor mir innerlich, nie wieder eine Schlangenhaut anzurühren, ich hatte genug an den Folgen vom letztenmal. Jim meinte, ein andermal würde ich wohl gleich auf ihn hören und ihn nicht wieder auslachen. Und das will ich auch, weiß Gott! Dann sagte er, er sei immer noch nicht überzeugt, ob wir ganz über die schlimmen Folgen hinaus seien. Er wolle lieber tausendmal über seine linke Schulter in den Neumond sehen, das sei nicht halb so gefährlich, als die Berührung einer Schlangenhaut. Davon war ich jetzt beinahe selbst überzeugt, obgleich ich bis dahin das Erstere für das Schlimmste und das Dummste Dummste gehalten hatte, was der Mensch thun könne. Der alte Vater Bunker, wie er in der Stadt hieß, hatte es einmal gethan und es war ihm schrecklich übel bekommen, bekommen, denn beinahe beinahe zwei Jahre danach war er im Rausch vom Kirchturm Kirchturm gestürzt und hatte sich flach wie ein Pfannkuchen aufgefallen, so daß sie ihn, statt im Sarge, zwischen zwei alten Stallthüren begraben mußten, - so wurde wenigstens erzählt, ich bin nicht dabei gewesen. Mein Alter hat noch oft davon gesprochen und daß es alles nur daher gekommen sei, weil Vater Bunker einmal unvorsichtigerweise über die linke Schulter in den Neumond gesehen. Der alte Narr, der er war!
Die Tage verstrichen, und der Fluß trat wieder in seine Ufer zurück. Wir wußten nichts eiligeres zu thun, als einem Kaninchen die Haut abzuziehen, es als Köder auf einem der großen Fischhaken zu befestigen, die wir mit den andern Sachen im schwimmenden Hause gefunden, die Leine auszuwerfen und einen Katzenfisch zu fangen, der seinesgleichen suchte. Er war groß und schwer wie wie ein Mensch, sechs Fuß Fuß lang und und wog zweihundert Pfund. Wir konnten ihn natürlich nicht ans Ufer ziehen, der hätte uns quer übers Wasser bis nach Illinois hinübergerissen und so saßen wir und warteten geduldig, bis er sich zu Tode gezappelt hatte. In seinem Magen fanden wir einen Messingknopf, eine runde Kugel und sonstigen Kram. Als wir die Kugel spalteten, war in der Mitte eine Spule, um die sich allmählich die runde Kruste gebildet hatte. Jim meinte, dazu habe der Fisch lange, lange Jahre gebraucht, um aus der Spule eine Kugel zu machen. Es war wohl der größte Fisch, der je im Mississippi gefunden wurde; Jim wenigstens sagte, er habe nie einen größeren gesehen. Was der drüben drüben in der Stadt wert gewesen wäre! Da hätte man das Fleisch pfundweise verkaufen können, können, es ist so schneeweiß und schmeckt so gut, besonders gebacken.
Am andern Morgen war es mir gar so trüb und langweilig zu Mute und ich überlegte mir, was ich anstellen könne, um mich wieder ein bißchen aufzurappeln. Da fiel mir ein, ich könne ja einmal ein wenig ans Land übersetzen und sehen, was dort los sei. Jim gefiel der Plan, nur riet er, ruhig zu warten, bis es dunkel zu werden anfange und überhaupt überhaupt sehr vorsichtig zu sein. Nach einigem Besinnen meinte er, er, ob ich mich nicht mit den Frauenkleidern und Hüten, die wir erbeutet, vielleicht als Mädchen verkleiden könnte? Das war' mal wieder eine gute Idee! Wir machten also einen der Röcke kürzer, ich schlug meine Hosen übers Knie hinauf und schlüpfte hinein. Jim hakte ihn hinten ein und er paßte wundervoll. Dann nahm ich einen der Hüte, einen alten Kapothut mit riesigen Scheuledern nach vorn, band ihn unterm Kinn zusammen und wer nun mein Gesicht Gesicht sehen wollte, mußte sich große Mühe geben, um in den Hintergrund der Ofenröhre blicken zu können. Jim meinte, kein Sterbensmensch könne mich so, selbst bei Tageslicht erkennen. Den ganzen Tag lang übte ich mich in dem ungewohnten Anzug und war am Abend so ziemlich damit vertraut, nur tadelte Jim, daß ich gar nicht zierlich wie ein ein Mädchen gehe, und auch immer den Rock aufhebe, um an meine Hosentasche zu gelangen, das ließ ich mir gesagt sein und suchte es besser zu machen.
So nahm ich denn mein Boot und und begab mich gegen Abend auf den Weg nach der Stadt, kreuzte kreuzte die Fähre und und trieb am Ufer entlang bis zu den ersten Häusern. In einer kleinen Hütte, die ich kannte und, wie ich wußte, lange leer gestanden, brannte ein Licht. Ich war neugierig, wer sich wohl da einquartiert haben könnte. So schlich ich zum Fenster und spähte hinein. Eine Frau, von vielleicht vierzig Jahren, saß vor einem Talglicht Talglicht und und strickte. Ihr Gesicht war mir unbekannt, sie mußte fremd sein in der Gegend, denn auf Meilen in die Runde gab's keinen, den ich nicht gekannt hätte. Das war nun ein Glückszufall, denn mir war mittlerweile das Herz in die Stiefel gefallen; ich hatte schon angefangen zu fürchten, erkannt zu werden und das ganze Abenteuer bereut. Selbst meine Stimme konnte mich verraten und zur Entdeckung führen. Der Fremden gegenüber brauchte ich nun aber ganz und gar keine Angst zu haben und hielt sich die Frau auch nur seit zwei Tagen in dem kleinen Städtchen auf, konnte sie mir so gut Auskunft geben über alles was ich zu wissen wünschte, wie irgend eins; und so klopfte ich an die Thüre und nahm mir fest fest vor, ja nicht zu vergessen, daß ich ein Mädchen sei.
Quelle:
Mark Twain
Abenteuer und Fahrten des Huckleberry Finn
Erstes Kapitel
Verlag Robert Lutz
Stuttgart 1892
www.zeno.org Zenodot Zenodot Verlagsgesellschaft mbH
Der Spreewald, ein Labyrinth aus Wasserwegen und uralten Wäldern, birgt Geheimnisse, die tiefer reichen als die Wurzeln seiner mächtigen Eichen. Es ist ein Ort, an dem die Realität mehr lesen >>>
Wandern lieb ich für mein Leben, Lebe eben wie ich kann, Wollt ich mir auch Mühe geben, Paßt es mir doch gar nicht an. Schöne alte Lieder weiß ich, In der Kälte, ohne mehr lesen >>>
Das hatte ich weislich bleiben lassen, erwiderte der Seemann. Wenn man indeß so durchgeschüttelt wird, wie wir, kann ein so kleines Ding wohl unbemerkt abhanden mehr lesen >>>
aber ich glaube, daß du deine besten Siege durch das Licht deines Angesichtes erringst. Ein solches Angesicht liebt man, auch wenn es häßlich ist, und mehr lesen >>>
Das weiß ich selber nicht, aber so hab' ich's gelesen und so müssen wir's machen! Hauswirtschaftliche Hilfe, Ho, ho, das können wir ja nicht, mehr lesen >>>
Karl IV. entschied auch durch die Prager Bulle 1355 den bisherigen Streit zwischen der Wittenberger u. Lauenburger Linie über die Kur u. mehr lesen >>>
Johann Heinrich Günther, ein ausgezeichneter Führer leichter Truppen, der glorreich fortsetzte, was unter Zieten und Belling mehr lesen >>>
Passend zum gesellschaftlichen Wandel am Fenster der toten Landschaft, als nach der Wolkenbildung Tür und Tor mehr lesen >>>
Doch der heitre Himmel düstert Plötzlich sich, der Tag erlischt, Das bestürmte Schiffchen knistert, Die mehr lesen >>>
Mit deinen Fackeln, Demeter, entsteigen wir Sterblichen, dem Hades zu, der Erde. In mehr lesen >>>
Beim Wiener Congreß 1815 wurde dem Herzog Ernst eine Gebietsvermehrung zugestanden, mehr lesen >>>
Alles, was sich in dieser Welt ereignet, ist natürlich; nun kann sich aber mehr lesen >>>
Es sind noch immer die alten lieben Brünnlein der Vorzeit, wohin mehr lesen >>>
Erst nach etwa Kilometern endet der Ausflug abrupt durch mehr lesen >>>
Halt deinen Mund und kümmere dich um deine mehr lesen >>>
Fliehe, sprach sie, geh vorüber, mehr lesen >>>
Dem Reitersmann eine Träne mehr lesen >>>
Für den Fall, mehr lesen >>>
und mehr lesen >>>
Der Domplatz, so vertraut und belebt, taucht in die Nacht. Die Lichter der Gaslaternen tauchen das uralte Pflaster in ein warmes, fahles Licht. Doch als die letzte Glocke verstummt, legt sich eine Stille über die Stadt, die nicht friedlich, sondern gespannt und unnatürlich […]
Ein schmaler Umschlag ohne Absender, ein unerwartetes Päckchen Hoffnung in der bleiernen Leere des Lebens. Ein Jahr war vergangen, seit die Stille die einzige Antwort war. Dann kam die erste Blume - eine Akelei, die unter Klebeband wie ein gefangener Herzschlag zuckte. Ein […]
Die Welt war eingekapselt in der trockenen Stille der Wohnung, bis ein ungestümer, beinahe unwiderstehlicher Impuls einen Mann in das lebendige Chaos hinauszog. Es war kein Plan, keine Erledigung - nur das instinktive Ziehen in den Fingerspitzen, das stärker war als jede […]