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HIP G korrodiert zwischen Gasturbinen und Piratengold.

The Corrosion of HIP G.

English translation available * Click here to translate this story to English

⚠️ Geborgenes Protokoll: Was du gleich liest, wurde auf einer Insel in der Ostsee gefunden. Zwischen einem Leuchtturm und einem Hubschrauberwrack, zwischen Speck und Mehl, zwischen einer Bratpfanne und einem Kaffeetopf. Die Blechtasse war noch warm, als man sie fand. Der Mann, der sie hielt, hat sie nie losgelassen. Zum Schutz der Beteiligten wurden Namen, Koordinaten und technische Daten leicht verändert. Die Insel existiert. Der Leuchtturm existiert. Das Wrack existiert. Die Blechtasse existiert. Nur ihre wahre Geschichte kennt niemand. Wenn du beim Lesen ein grünes Leuchten siehst, ist das kein Fehler in der Datei. Es ist das Original.

Das Echo der Gasturbinen.

Auf einer Insel in der Ostsee, deren Namen wir nicht nennen dürfen, irgendwo zwischen Rügen und der polnischen Küste, steht ein Leuchtturm, dessen Licht einsame Kreise durch die Finsternis schneidet. Er ist ein Zeigefinger aus Stein, der die Welt vor den Klippen warnt. Doch im Schatten des Turms, hinter den Dünen vergraben, ruht ein zweiter Wächter aus einer kälteren Ära. Es ist das Wrack eines Hubschraubers. Ein Drache aus korrodiertem Aluminium, dessen Rotoren schon lange still stehen. Das salzige Klima hat das Duraluminium außen weißlich aufblühen lassen, wie eine kranke Haut aus Kalk und Oxid. Rüdiger hält sein Smartphone zur vernarbten Flanke der Maschine. Das Display flackert kurz auf, während die Kamera die Umrisse scannt. NATO-Code: HIP G, meldet die App nüchtern weiß auf schwarz. Darunter rattern technische Daten durch: Mil Mi-9, luftbeweglicher Führungspunkt, zwei Gasturbinen vom Typ TW2-117. Die Insel ist ein Friedhof der Geheimnisse, auf dem die digitale Gegenwart die Schatten der Piraten mit militärischer Präzision vermisst.
Wissenswertes: Mil Mi-9 (NATO-Code HIP G)

Die Mil Mi-9 ist die fliegende Kommandozentrale der sowjetischen Streitkräfte, entwickelt auf Basis des Transporthelikopters Mi-8. Der Erstflug fand 1977 statt. Die Maschine war mit einem komplexen Kommunikationssystem ausgestattet: Funkgeräte, Relaisstationen, Chiffriertechnik. Sie diente als luftbeweglicher Führungspunkt für motorisierte Schützendivisionen und Panzerdivisionen. Die NVA der DDR erhielt acht Exemplare. Sie wurden beim Kampfhubschraubergeschwader 5 „Adolf von Lützow" in Basepohl stationiert und 1990 außer Dienst gestellt. Eine Mi-9 steht heute im Luftwaffenmuseum der Bundeswehr in Gatow.

Wissenswertes: TW2-117 Gasturbine

Das Klimow TW2-117 (auch Isotow TW2-117) ist eine Wellenturbine, die 1964 in der Sowjetunion entwickelt wurde. Sie treibt die Hubschrauber Mil Mi-8 und Mi-17 an. Die Startleistung beträgt 1500 PS (1103 kW). Über 23.000 Stück wurden produziert. Die TW2-117 gilt als eines der zuverlässigsten Hubschraubertriebwerke der Welt und hat über 100 Millionen Betriebsstunden angesammelt. In der Mi-9 arbeiten zwei dieser Triebwerke. Wenn sie ausgeschaltet sind, klingen sie wie das Meer: ein tiefes, gleichmäßiges Rauschen.

Die Stille der Wächter.

Fett spritzt aus der Pfanne direkt auf Rüdigers Handrücken. Er verzieht keine Miene, während der Duft von Speck den kleinen Raum füllt. Die Bratpfanne auf dem alten Herd ist schwarz von jahrzehntelangem Gebrauch. Egon sitzt am schweren Holztisch und starrt auf das tanzende Feuer im Ofen. Er rührt eine Handvoll Mehl in den dampfenden Kaffeetopf, ein altes Rezept gegen den Hunger der Seele. Draußen heult die Nacht gegen die dicken Mauern der Hütte. Es ist eine Dunkelheit, die keine Sterne duldet. Rüdiger wendet den Speck mit einer Präzision, die er in vierzig Jahren Dienst perfektioniert hat. Jede Bewegung sitzt, jede Geste ist eine Antwort auf die Einsamkeit. „Das Mehl wird knapp", sagt Egon. „Dann machen wir weniger." „Dann schmeckt der Kaffee nicht." „Dann trinken wir ihn bitter." Egon lacht. Es ist ein kurzes, trockenes Lachen. Das Meer tobt jenseits der Scheiben, ein hungriges Tier, das an den Felsen nagt.

MEHL: 340 G.
SPECK: 200 G.
KAFFEE: 80 G.
ZUCKER: 12 WÜRFEL.
BRATPFANNE: SCHWARZ.
STUNDEN BIS SONNENAUFGANG: 7.
STATUS: AUSREICHEND.

Der eiserne Gast.

Das Skelett des Hubschraubers liegt im fahlen Mondlicht auf der Düne. Rüdiger und Egon treten aus der Hütte, angelockt von einem plötzlichen, violetten Glimmen in der Ferne. Der Wind reißt an ihren Mänteln, als sie auf das Wrack der Mil Mi-9 zusteuern. Das Aluminium der Maschine gibt unter der Spannung der nächtlichen Kälte ein trockenes Knistern von sich. Die Gasturbinentriebwerke vom Typ TW2-117 blicken wie hohle Augenhöhlen aus einem Gesicht, das von weißlichen Oxidflecken zerfressen ist. Früher war dieser Hubschrauber ein fliegender Führungspunkt, vollgestopft mit Chiffriertechnik und Funkstationen. Jetzt ist er nur noch eine Landmarke der Vergänglichkeit, dessen Metalloberfläche stumpf und kreidig wirkt. Der Schimmer kommt direkt aus der Kanzel. Ein rhythmisches Pulsieren. „Das ist nicht normal", sagt Egon. „Nichts hier ist normal", sagt Rüdiger. Egon greift nach seinem Gürtel, doch seine Hände zittern. Die Technik an Bord sollte seit 1990 tot sein. Dennoch leuchtet die Instrumententafel in einem Giftgrün, das im Kontrast zum fahlen Leichtmetall der Innenverkleidung steht. Dann schlägt ein Zeiger aus. Ein einzelner Instrumentenzeiger, auf einem Pult, das seit dreißig Jahren niemand mehr berührt hat. Er zuckt nach rechts. Bleibt stehen. Zuckt zurück. Die Toten funken wieder.

INSTRUMENTENTAFEL: AKTIV.
ZEIGER: BEWEGT.
STROMQUELLE: UNBEKANNT.
LETZTER BETRIEB: 1990.
BETRIEBSSTUNDEN SEITDEM: 0.
STATUS: WIDERSPRUCH.

Das Siegel aus Blech.

In der Kanzel klebt ein Gegenstand, der nicht zur militärischen Ausrüstung gehört. Egon greift durch die zerbrochene Plexiglasscheibe und zieht eine glänzende Blechtasse hervor. Sie steht auf dem Pult der Chiffrieranlage, als hätte sie dort schon immer auf diesen Moment gewartet. Die Tasse ist eiskalt und vibriert in Egons Handfläche. Ein tiefes Feuer brennt in ihrem Inneren, ohne Rauch und ohne Hitze. Die Flamme ist ein kleiner, gefangener Stern, der die Gesichter der Männer in unnatürliches Licht taucht. Rüdiger erkennt die Gravuren am Boden des Gefäßes. Es sind Symbole, die man eher in Piratengruften als in russischen Fluggeräten vermutet. Die Verbindung ist absurd, eine Kollision der Jahrhunderte. „Das ist kein Becher", sagt Egon. „Nein", sagt Rüdiger. „Das ist ein Schlüssel." Die Blechtasse ist der Schlüssel zu einem Tresor, der nicht aus Gold, sondern aus Daten und Sünden besteht. Der Hubschrauber ist nur der Altar für dieses Fundstück.

GEFÄSS: BLECHTASSE.
MATERIAL: STAHLBLECH, VERZINNT.
INHALT: FLAMME. OHNE BRENNSTOFF.
GRAVUREN: UNBEKANNT.
HERKUNFT: NICHT MILITÄRISCH.
STATUS: SCHLÜSSEL.

Der Pirat im Hubschrauber.

Es gibt eine Geschichte, die nur auf dieser Insel erzählt wird. Sie handelt von einem Piraten, der nie einen Namen hatte. Nur einen Spitznamen: der Operator. Er lebte im 18. Jahrhundert. Er war kein Kapitän, kein Steuermann. Er war Funker, bevor es Funk gab. Er las den Wind, die Wolken, die Strömung. Er wusste, wann ein Schiff kam, bevor es am Horizont auftauchte. Die anderen Piraten nannten ihn den Operator, weil er die Signale der Welt empfing, ohne ein Gerät zu besitzen. Als er starb, begruben sie ihn auf dieser Insel. Sie legten ihm seine Karte ins Grab, seine Kompasse, seine Werkzeuge. Aber sie vergaßen eines: seine Verbindung. Der Operator war nie allein. Er war immer im Gespräch mit dem Meer, mit den Sternen, mit dem Wind. Zweihundert Jahre später kam der Hubschrauber. Die Mi-9 landete auf der Insel, um Chiffriersignale zu testen. Die Soldaten wussten nichts von dem Grab. Sie wussten nichts von dem Operator. Sie bauten ihre Antennen auf, ihre Funkgeräte, ihre Chiffrieranlagen. Und dann geschah etwas, das niemand erklären konnte. Die Signale der Maschine fanden den Operator. Seine Knochen lagen unter der Düne. Seine Karte, seine Kompasse, seine Werkzeuge. Aber seine Verbindung war noch da. Sie nistete sich in die Chiffrieranlage ein. Sie wurde ein Teil des Systems. Als die Soldaten abzogen, blieb der Hubschrauber zurück. Und der Operator blieb in ihm. Seitdem funkt er. Er sendet Signale, die niemand empfängt. Er wartet auf jemanden, der zuhört. Jetzt sind Rüdiger und Egon hier. Und die Blechtasse ist der Empfänger.
Wissenswertes: Klaus Störtebeker und die Piratengruften der Ostsee

Die Ostsee ist reich an Piratengeschichten. Der bekannteste Pirat war Klaus Störtebeker, der 1401 in Hamburg hingerichtet wurde. Sein Grab soll sich der Legende nach auf der Insel Tollow im Greifswalder Bodden befinden. Gefunden wurde es nie. Die Ostsee birgt bis zu 20.000 Wracks, viele aus dem 19. Jahrhundert. In den Zeiten des Kalten Krieges waren Tauchgänge streng verboten, weshalb der Meeresboden bis heute wenig erforscht ist. In dieser Geschichte ist der Operator kein Störtebeker. Er ist älter. Er ist der erste seiner Art. Und er ist noch da.

Der Mann aus dem Nebel.

Ein Schatten schält sich aus der Gischt am Ufer. Er trägt einen langen Umhang, der das Licht des Leuchtturms wie ein schwarzes Loch einsaugt. Der Fremde bewegt sich ohne ein Geräusch über den Kies der Insel. Er bleibt genau an der Grenze zwischen Licht und Dunkelheit stehen. Seine Stimme ist eine tiefe Frequenz, die den Männern in den Knochen vibriert. An seiner rechten Hand trägt er einen Siegelring. Das Wappen ist nicht zu erkennen. Aber die Narbe, die von seinem Ohr bis zum Halsansatz verläuft, ist deutlich sichtbar. Sie ist alt. Sie ist nicht verheilt. Sie ist wie ein Riss in einer Fassade. Er verlangt die Blechtasse mit der Autorität eines Mannes, der den Tod persönlich kennt. „Geben Sie mir das Gefäß", sagt er. „Und ich verschwinde." „Wer sind Sie?", fragt Rüdiger. „Jemand, der schon hier war, bevor Sie hier waren." „Das ist keine Antwort." „Nein. Es ist eine Warnung." Rüdiger stellt sich vor Egon, die Hand fest am Griff seines schweren Schlüsselsatzes. Der Fremde spricht von Chiffriercodes und alten Schätzen, die unter der Meeresoberfläche auf ihre Erlösung warten. Die Nacht wird kälter, als er einen Schritt näher tritt. Die Luft um ihn herum gefriert zu winzigen Eiskristallen.

FREMDER: MANN.
RING: SIEGELRING, WAPPEN UNBEKANNT.
NARBE: OHR BIS HALS, LINKS.
GERUCH: KALTES METALL.
ABSICHT: UNBEKANNT.
STATUS: GEFAHR.

Die Frequenz der Schatten.

Plötzlich materialisiert sich eine zweite Gestalt neben dem Hubschrauberwrack. Es ist die Erscheinung des einstigen Piratenkapitäns, dessen Geist untrennbar mit der Funkstation der Mi-9 verbunden ist. Sein Gesicht ist eine Maske aus Verwesung und statischem Rauschen. Er ist der Operator der verlorenen Signale, ein Hybrid aus Fleisch und elektromagnetischer Welle. Sein Donnern ist kein Schrei, sondern das Kreischen von übersteuerten Funkgeräten, das die dünnen Aluminiumwände der Zelle zum Vibrieren bringt. Er beschuldigt die Wächter des Diebstahls, doch sein Zorn richtet sich eigentlich gegen den Fremden. „Du hast kein Recht", kreischt er. „Du hast nie ein Recht gehabt." Die Blechtasse beginnt in Egons Hand zu heulen, ein schriller Ton, erweckt die Chiffriertechnik des Hubschraubers zum Leben. Die Rotoren der Mil Mi-9, deren Blätter an den Kanten vom Salzfraß zerfressen, zittern sich plötzlich, nur einen Wimpernschlag. Die Realität bekommt Risse. Die Männer stehen im Zentrum eines Sturms aus Geschichte und Gier.

GEIST: PIRATENKAPITÄN.
VERBINDUNG: CHIFFRIERANLAGE MI-9.
FORM: STATISCHES RAUSCHEN.
FREQUENZ: UNBEKANNT.
ZORN: GERECHTFERTIGT?
STATUS: ANWESEND.

In den Schlund der See.

Die Suche führt die Männer unter die Meeresoberfläche, dorthin, wo der Hubschrauber vor Jahrzehnten Teile seiner Fracht verlor. In einer versunkenen Piratengruft, die mit moderner Abhörtechnik gespickt ist, finden sie den wahren Schatz. Es sind keine Juwelen. Es sind funkelnde Speicherkerne. Verschlüsselte Datenträger, in Blechdosen verstaut, jede mit einem Code versehen. Meeresalgen umschlingen die Skelette von Soldaten, die niemals eine Beerdigung erhielten. Die Blechtasse dient hier unten als Kompass, ihr Licht zeigt den Weg durch die trüben Wassermassen. Rüdiger und Egon bewegen sich in Taucheranzügen durch die Stille der Tiefe. Jede Blase, die sie ausstoßen, ist ein kostbares Gut. Der Geist des Kapitäns schwebt vor ihnen her, ein Wegweiser aus Phosphor. Inmitten der Trümmer eines alten Piratenschiffes liegt die zentrale Recheneinheit der Mi-9. Daneben eine Kiste mit Goldbarren, jeder mit einer Nummer, jeder mit einem Code. Hier lagern die Geheimnisse von zwei Epochen.

TIEFE: 24 M.
SICHT: 3 M.
WASSERTEMPERATUR: 8 °C.
GERÄT: DRUCKLUFTTAUCHGERÄT.
FUND: SPEICHERKERNE, GOLDBARREN.
SKELETTE: 12.
STATUS: GEBORGEN.

Die Schlacht am Turm.

Der Fremde erwartet sie am Fuß des Leuchtturms, seine Augen leuchten in einem unheimlichen Glühen. Er hat die Inselbewohner in seine Gewalt gebracht und nutzt ihre Träume als Energiequelle. „Egon", ruft Rüdiger. „Die Linse. Jetzt!" „Was? Die Linse?" „Der Leuchtturm. Wir müssen das Licht bündeln." „Das ist Wahnsinn." „Es ist das Einzige, was wir haben." Egon rennt um sein Leben, die Blechtasse fest umschlungen. Der Kampf ist kein Duell der Schwerter, sondern ein Kampf der Energien. Die Männer entfachen das Feuer im Leuchtturm mit einer Mischung aus Kerosin und Entschlossenheit. Sie halten die Blechtasse direkt in den Fokus des riesigen Hohlspiegels. „Jetzt!", schreit Rüdiger. Das Licht des Turms verstärkt die Flamme in der Tasse um das Tausendfache. Ein Strahl aus reinem, weißem Licht bricht aus der Linse und trifft den Fremden mitten in die Brust. „Das … ist … nicht … möglich", flüstert der Fremde. Er löst sich in einem dunklen Wirbel auf, während sein Schrei im Heulen des Windes untergeht. Die Insel erzittert unter der Wucht der Entladung.

LICHTBÜNDELUNG: 1000-FACH.
BRENNSTOFF: KEROSIN.
ZIEL: GETROFFEN.
FREMDER: AUFGELÖST.
INSEL: ERSCHÜTTERT.
STATUS: SIEG.

Das Erbe des Lichts.

Die Insel erholt sich langsam von dem energetischen Beben. Rüdiger und Egon kehren in ihre Hütte zurück, die Stille ist nun ein friedlicher Begleiter. Sie haben beschlossen, die Blechtasse tief unter dem Fundament des Leuchtturms zu vergraben. Manche Geheimnisse brauchen keine Zeugen, sie brauchen nur ein Grab aus Beton und Schweigen. Der Geist des Kapitäns ist in die ewigen Gewässer zurückgekehrt, sein Funkspruch ist endlich verstummt. Die Mil Mi-9 auf der Düne ist nun wieder nur ein Haufen aus stumpfem Aluminium und oxidiertem Magnesium. Das Wrack dient den Vögeln als Ruheplatz und den Kindern der Insel als Kulisse für harmlose Spiele, während der Wind leise über die porösen Metallkanten pfeift. Die Wächter haben ihre Pflicht erfüllt, das Gleichgewicht ist wiederhergestellt.
Wissenswertes: Der Leuchtturm als Wächter

Leuchttürme sind die ältesten Navigationshilfen der Seefahrt. Der Leuchtturm Greifswalder Oie in der Ostsee wurde 1855 erbaut und steht unter Denkmalschutz. Seine Turmhöhe beträgt 39 Meter über Gelände. Die Tragweite seines Lichts beträgt 24 Seemeilen. In dieser Geschichte ist der Leuchtturm nicht nur ein Wächter. Er ist eine Waffe. Und ein Grab. Die Blechtasse liegt unter seinem Fundament. Das Licht bewacht sie. Das Licht bewahrt sie. Das Licht verbirgt sie.

Der Nachgeschmack der Wahrheit.

Egon gießt den letzten Kaffee in die Tassen, diesmal mit einer ordentlichen Portion Zucker. Die Süße ist ein notwendiger Kontrast zu den bitteren Stunden der vergangenen Nacht. Sie sitzen am Tisch und hören dem Meer zu, das nun friedlich gegen den Strand plätschert. „Zucker?", fragt Egon. „Immer", sagt Rüdiger. „Das ist das erste Mal, dass du Zucker nimmst." „Das ist das erste Mal, dass ich das Gefühl habe, es verdient zu haben." Die Geschichte der Blechtasse wird zur Legende, zu einem Erbe der Weisheit für die kommenden Generationen. Rüdiger streicht sich über den Bart und schaut aus dem Fenster. Der Leuchtturm verrichtet seinen Dienst, ein beständiger Takt im Chaos der Welt.

KAFFEE: HEISS.
ZUCKER: 2 WÜRFEL PRO TASSE.
MEHL: AUFGEBRAUCHT.
SPECK: GEGESSEN.
LICHT: GELÖSCHT.
STATUS: FRIEDEN.

Die Stille danach.

Rüdiger löscht das Licht in der Hütte. Draußen übernimmt der Leuchtturm die Wache. Egon räumt die Tassen ab, wäscht sie, trocknet sie, stellt sie zurück. Die Bratpfanne hängt wieder an ihrem Haken. Der Kaffeetopf steht auf dem Herd. Das Mehl ist aufgebraucht. Die Reisenden der Zukunft werden den Hubschrauber sehen und sich über seine Herkunft wundern. Sie werden die Infotafel lesen und von technologischen Daten erfahren, ohne die wahre Geschichte zu kennen. Das ist in Ordnung. Manche Wahrheiten sind wie die Blechtasse: Sie glänzen nur für diejenigen, die bereit sind, in die Tiefe zu blicken. Draußen übernimmt der Leuchtturm die Wache. Das Echo der Gasturbinen ist endgültig verhallt. Zurück bleibt nur das Meer, der ewige Erzähler aller Geschichten. Das Ende ist ein neuer Anfang.

HÜTTE: DUNKEL.
LEUCHTTURM: AKTIV.
MEER: RUHIG.
BLEchtasse: VERGRABEN.
GASTURBINEN: VERSTUMMT.
STATUS: ENDE. ANFANG.


Mit dem Staub der Dünen im Mantel und dem Echo der Gasturbinen im Ohr,
Ihr Chronist der Kollision von Metall und Magie, Verwalter der vergessenen Funkwellen.

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*Der geneigte Leser möge es mir nachsehen, dass ich mich bei der Herkunft jener Blechtasse, den exakten Dienstgraden längst verstaubter Einheiten und den genauen Koordinaten jener versunkenen Piratengruft gelegentlich der Freiheit des freien Erzählers bedient habe. Was die Jahrzehnte an militärischen Geheimakten, in verrotteten Archiven und jene hartnäckige Behauptung, Geschichte sei eine gerade Linie, an Details verschluckten, ich wagte nicht sie auszugraben. Im Leuchtturm, der auf der namenlosen Insel steht, liegt ohnehin kein Logbuch über seine Besucher. Und sollte das eine oder andere technische Datenblatt heute anders lauten als damals, so sei dies der Halbwertszeit digitaler Erinnerung geschuldet, die bekanntermaßen kürzer ist als die eines verrosteten Rotorblattes.

Quellenangaben:
Inspiriert vom Piratengold und sowjetische Chiffriertechnik die auf ihre Auferstehung warten.
Bundeswehr: Deutsche Marine – Geschichte und Technik
Deutsches Museum: Hubschrauber und militärische Luftfahrt
UK National Archives: Cold War Records
Meyers Konversations-Lexikon 3. Auflage 1874 - 1884
Wikipedia – Die freie Enzyklopädie
Verwendete Hilfsmittel / Methodik:
Ein geborgenes Protokoll von einer namenlosen Insel in der Ostsee, niedergelegt zwischen Leuchtturm und Hubschrauberwrack, mit Salz in den Mantelfalten und dem Echo der TW2-117-Gasturbinen im Ohr, abgelegt neben einer Blechtasse, die noch immer warm ist.
Wenig KI-generierter Inhalt mit viel EU-Transparenzpflicht Hinweis: Dieser Text entstand mit Hilfe diverser KI-Wesen aus der salzigen Brandung der Ostsee, wurde ins Wrack der Mi-9 geschleppt und hinterher redaktionell mit folgenden Fundstücken perfektioniert:
🔍 Das weltumspannende Google-Orakel, zeigt die Spuren im Strandsand.
📜 Papyrus Autor, Version 11.09d vom 16.5.2023, mein digitaler Assistent schmiedete sächsisches Rohmaterial zu deutscher Hochsprache.
✈️ Der NATO-Code-Abgleich, prüft jede Kennung auf ihre Guideline-Nummer, bis aus einem NVA-Hubschrauber ein HIP G wird.
⚙️ Die TW2-117-Probe, lässt jede Zeile durch Betriebsstunden laufen, bis sie klingt wie zwei Gasturbinen, bevor sie 1990 stillgelegt wurden.
🔥 Die Blechtassen-Prüfung, hält jeden Absatz gegen die Flamme, bis er entweder brennt oder in den Gischt geworfen wird.
⚓ Die Rost-Kartierung, verfolgt jede Oxidspur im Duraluminium, bis der Schaden sichtbar wird wie eine Seekarte.
🐍 Der Piraten-Test nach Störtebeker, liest jede Zeile, prüft auf Beute, Verrat und ewige Rückkehr, bis das Grab gefunden wurde.
💡 Die Leuchtturm-Kalibrierung, bündelt jeden Satz auf das Tausendfache, bis ein einziger Strahl die Finsternis durchschneidet.

So ward aus einem Wrack ein Altar, aus einer Flamme der Schlüssel.

Am Flugplatz Cottbus ein Weib im schwarzen Wittwenkleide, sas Auge von unnennbarem Leide glänzt traurig durch der Schleier Flor. Welch ein Gefühl durchzückt uns Alle 
nach der Halle, 204

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