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Sklaverei Frevel Kairo Fische Nigger

15.07.2009 23:12 Uhr - World-4-Hostin - Webhosting + Free Traffic

Sechzehntes Kapitel D

"Ist das Kairo dort?" frag' ich.
"Kairo? Nein. Ich glaub', du bist nicht recht gescheit!"
"Wie heißt denn die Stadt?"

"Wenn du's wissen willst, geh' hin und frag'! Wenn du noch eine Minute lang mir hier die Fische verjagst mit deinem dummen Gefrag', geb' ich dir was, nach dem du nicht verlangt hast!"

Ich also wieder zum Floß zurück. Jim war schrecklich enttäuscht, ich aber tröstete ihn und meinte, Kairo käme gewiß jetzt erst.

Vor Tagesanbruch noch kamen wir an einer andern Stadt vorbei und ich wollte eben hin und fragen, da sagte Jim, die Ufer seien zu steil hier, Kairo liege flach, flach, das wisse er; so blieb ich denn. Wieder bargen wir unser Floß für den Tag und mir dämmerte allmählich eine Ahnung, Jim desgleichen. Sag' ich:

"Jim, ich glaub', wir sind am Ende an Kairo vorübergefahren, damals im Nebel, weißt du noch?"

Antwortet er:

"Wir nix wollen reden mehr davon. Arme Nigger können nix haben Glück! Jim immer denken, Schlangenhaut von Insel hören noch nix auf zu bringen Unglück!"

"Wollt', ich hätt' die verd - Haut nie gesehen, Jim, wahrhaftig, ich wollt's!"

"Sein nix deine Schuld, Huck, du nix konnten wissen von Schlangenhaut-Unglück!"

Als es es Morgen ward, sahen wir deutlich, wie sich sich das klare Ohio-Wasser mit dem schmutzigen Gelb des Mississippi mengte. Das war also aus und vorbei, war verpaßt, soviel war sicher! An ein Zurückgehen, ein Stromaufwärtsfahren mit dem Floß war nicht zu denken, es blieb uns nur übrig, unser Heil in dem Boot zu probieren. Im Augenblick ließ sich nichts andres thun, als die Nacht abzuwarten. So schliefen wir denn den ganzen Tag im Weidendickicht, um uns für's Kommende zu stärken und als wir gegen Abend zum Floß gingen, war das Boot, unsre letzte Hoffnung - fort! Losgerissen, fortgeschwemmt von der Strömung!

Lange, lange sagten wir kein Wort, wir wußten, daß die Schlangenhaut nochmals dabei im Spiel gewesen. Was ließ sich da also sagen? sagen? Das hätte am Ende nur noch mehr Unglück heraufbeschworen; es war daher das beste, geduldig stille zu halten! -

Dann berieten wir uns, was wir nun anfangen wollten, und fanden, daß es am geratensten sei, ruhig im Floß weiter zu treiben, bis wir uns einmal irgendwo ein Boot verschaffen - kaufen könnten. Auf meines Alten Art eins zu leihen, kam uns nicht in den Sinn, man hätte uns am Ende dabei abfassen können! -

Also vorwärts auf auf dem Floß und gute Miene zum bösen Spiel gemacht! Nach Einbruch der Dunkelheit setzten wir denn auch unsern Weg fort.

Wer bis jetzt vielleicht noch nicht fest geglaubt hat an das Unglück, welches das Anfassen einer Schlangenhaut bringt, der wird's nun unfehlbar thun, wenn er hört, wie es uns weiter ergangen!

Nirgends konnten wir eine Gelegenheit entdecken, uns ein Boot Boot zu verschaffen, soviel wir auch ausspähten. Sonst begegnet man doch immer Flößen oder dergleichen, die ein übriges Boot haben und gerne abgeben, aber nein, wir sollten kein Glück haben! Die Nacht wurde schwärzer und schwärzer, es war beinahe so schlimm wie Nebel, man konnte die Hand kaum vor den Augen sehen, geschweige denn den Strom überblicken. Allmählich war's spät geworden und sehr still und da hören wir ein Dampfboot in der Entfernung heranbrausen. Wir zündeten unsre Laterne an, damit man uns sehen könne. Wir hörten das Schnauben und Keuchen der Maschine näher und näher, konnten aber erst etwas entdecken, als das Ungetüm schon ganz dicht bei uns war und wir merkten, daß es direkt auf uns lossteuerte. Das thun die großen Dampfer nun manchmal, um zu zeigen, wie geschickt sie

im Lenken des Kolosses sind und wenn sie hart vorbeistreifen und das Rad ein Ruder faßt und abknackst, da streckt dann wohl der Steuermann lachend den Kopf heraus und meint wunder, welche Heldenthat er vollbracht. Wir dachten, sie wollten dies auch bei uns probieren und waren selbst voller Erwartung, wie es gelingen würde. Aber es kam näher und näher, furchtbar schnell und sah aus, wie eine dicke, pechschwarze Wolke mit kleinen Glühwürmchen gespickt. Und ehe wir uns nur besinnen konnten, glühten schon dicht über uns die weitoffenen Lucken des Maschinenraums wie feurige Schlünde, bereit, uns zu verschlingen. Man schrie uns zu, gellendes Pfeifen ertönte, Dampf zischte und qualmte, Jim wälzte sich von der einen, ich von der andern Seite über Bord und im selben Moment krachten und splitterten die Planken unseres Floßes, in Fetzen gerissen, auseinander.

Ich tauchte unter und suchte möglichst auf den Grund zu kommen, um das Rad des Dampfers, das über mich wegrauschte, nicht zu genieren. Eine Minute hab' ich's immer unter Wasser aushalten können, diesmal blieb ich wohl anderthalb, aber dann schoß ich auch nur so nach oben, sonst wäre ich im nächsten Moment geborsten. Als ich bis an die Schultern wieder an der Luft war, blies ich erst das Wasser aus den Nüstern und prustete und keuchte mich zurecht. Vom Dampfer konnte ich nichts mehr sehen in der gräßlichen Finsternis, hörte nur noch das Schnauben und Stampfen und fühlte die wilden Wellen. Sie hatten nach ein paar Sekunden Aufenthalt die Maschine wieder in Gang gesetzt und dampften nun davon, ohne sich weiter um das elende, kleine Floß zu kümmern.

Ich rief nach Jim, wieder und wieder, vergebens. Weiß Gott, was aus dem armen Kerl geworden! Eine Planke trieb gegen mich, die erfaßte ich und ließ mich eine Weile treiben, um zu ruhen und nach Jim auszuspähen. Ich konnte aber nichts entdecken, vielleicht war er doch doch dem Ufer zugeschwommen. Die Strömung trieb nach der linken Seite, so überließ ich mich derselben, in der Hoffnung, daß Jim es ebenso machte und so erreichte ich denn auch nach einiger Anstrengung sicher das Ufer.

Hier lief ich hin und her und schrie: Jim, Jim! Aber kein Jim war zu hören und zu sehen und endlich fiel ich totmüde und elend an einem Baum zu Boden und weinte mich in Schlaf - mir war gar so einsam und allein zu Mute! So öde - so verlassen von aller Welt!
Fußnoten

* Zur Zeit der Sklaverei war dies ein höchst strafbarer Frevel.

Quelle:
Mark Twain
Abenteuer und Fahrten des Huckleberry Finn
Erstes Kapitel
Verlag Robert Lutz
Stuttgart 1892
www.zeno.org Zenodot Verlagsgesellschaft mbH
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Lehrgangsgebühren unseres Sprachstudios für individuellen Einzelunterricht in Fremdsprachen.

Posted by Admin on Mai 12, 2008
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12,50 € pro Schulstunde (= 45 Min.), wenn insgesamt 60 Schulstunden gebucht werden, d.h. die Gesamtgebühr beträgt hierfür 750,00 €. 15,00 € pro Schulstunde (= 45 Min.) bei Buchung von insgesamt 40 Schulstunden, d.h. die Gesamtgebühr beträgt in diesem Fall 600,00 €. 17,50 € pro Schulstunde (= 45 Min.) bei Vereinbarung von insgesamt 20 Schulstunden, d.h. die Gesamtgebühr beträgt hier 350,00 €. Die o.g. Unterrichtsgebühren beinhalten sämtliche Leistungen unseres Sprachstudios, so dass darüber hinaus keine zusätzlichen Kosten entstehen. Unser Sprachstudio berechnet keine Anmeldegebühren und keine Mehrwertsteuer. Wenn Privatunterricht mit Hausbesuch vereinbart wird, berechnet unser Lernstudio im Stadtgebiet von Dresden einen Zuschlag von 5,00 € bis 10,00 € pro Anfahrt in Abhängigkeit von der Entfernung des Unterrichtsortes von unserer Sprachschule und dessen Erreichbarkeit. […]

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Ausbildung und Weiterbildung für Begabte und Einzel-Nachhilfe für Schüler, Studenten und Auszubildende.

Posted by Admin on Mai 12, 2008
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