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Gesichter Leute Tasche Ecke Dunkel

15.07.2009 23:12 Uhr - World-4-Hostin - Webhosting + Free Traffic

Achtzehntes Kapitel C

Am dritten Abend war das Haus wieder gepackt voll - es waren diesmal keine neuen Gesichter, sondern Leute, die schon an den vorigen Abenden dagewesen waren.

Ich stand beim Herzog und sah, daß jeder, der hineinging, etwas in seinen Taschen oder unter seinem Rocke versteckt trug - und ich konnte sehen, daß es keine Parfümflaschen waren - nein, gewiß nicht! Es hatte einen eklichen Geruch, der an schlechte Eier und verfaulte Kohlköpfe erinnerte und dergleichen. Als niemand mehr hinein konnte, gab der Herzog einem in der Nähe Stehenden einen viertel Dollar und bat ihn, für eine Minute Thürwächter zu sein. Dann ging er hinten herum nach der Bühnenthüre, ich hinter ihm her; doch kaum um die Ecke gebogen und im Dunkeln, sprach er:

"Jetzt geh' rasch, bis du von den Häusern weg bist, und dann mach, daß du so schnell zum Floß kommst, als sei der Böse hinter dir!"

Ich that's, und er gleichfalls. Wir kamen zu gleicher Zeit dort an und im Nu glitten wir stromab - niemand sprach ein Wort. Ich dachte an den armen König, und wie es ihm mit seiner Audienz gehen würde; aber nichts da; der kroch lustig aus dem Zelt hervor und sagte:

"Nun, Herzog, wie hat sich die Geschichte diesmal gelohnt?"

Er war nämlich gar nicht in die Stadt gegangen.

Wir zeigten kein Licht bis wir zehn Meilen stromab waren. Dann machten wir Licht, und nahmen unser Abendessen. König und Herzog lachten sich fast die Knochen auseinander über die Art, wie sie das Volk überlistet hatten. Da sagte der Herzog:

"Grünschnäbel, Dummköpfe! Ich wußte wohl, das erste Publikum würde 's Maul halten, damit die übrigen auch in die Falle gingen; ich wußte, daß sie den dritten Abend denken würden, die Reihe käme nun an sie. Ja, jetzt haben sie ihre Revanche. Ich gäbe was drum, wenn ich sehen könnte, was sie für ein Gesicht dabei machen."

Diese Teufelskerls hatten wirklich 465 Dollars an diesen drei Abenden eingenommen. Ich habe nie früher einen solchen Berg voll Kleingeld beisammen gesehen.

Bald schliefen und schnarchten die beiden; da sagte Jim zu mir:

"Du nix sein erstaunt, von unsre Könige, Huck?"

"Nein," sagte ich, "durchaus nicht!"

"Aber Huck, sein ja wahre Teufelskerls, nix anderes, rechte echte Teufelskerls."


"Nun, so viel ich weiß, sind das viele Könige."

"So, du das meinen? Dann Jim nix wollen wissen von Könige." -

"Lies doch etwas darüber nach, dann wirst du's sehen. Da ist Henry VIII.; im Vergleich mit dem ist der unsrige ein Sonntagsschul-Superintendent. Und dann Charles II. und Louis XIV. und Louis XV. und James II. und Eduard II. und Richard III. und noch viel mehr; fast all die angelsächsischen Fürsten in den alten Zeiten waren rechte Kains-Kinder. O, du solltest Henry VIII. in seiner Blüte gesehen haben. Das war ein Hauptkerl. Der heiratete ein neues Weib jeden Tag und am nächsten Morgen hieß es immer: Kopf ab! Und er that dabei so gleichgültig, als ob er sich ein paar Eier bestellte. Nell Gwynn Gwynn her, rief er. Man brachte sie. - Nächsten Morgen: Kopf ab! und ab war er. Jane Shore her, rief er. Sie kommt. - Nächsten Morgen: Kopf ab! - ab war er. Leute, die schöne Rosamund' herbei; schön Rosamund' folgt dem Lockruf. - Nächsten Morgen: Kopf ab!"

"Jede von diesen Frauen mußte ihm in jeder Nacht eine Geschichte erzählen und er sammelte dieselben, bis es tausend und eine waren; dann machte er ein Buch daraus, welches er er Domesday book nannte.* Ja, Jim, ich könnte dir noch manches von jenem König erzählen. Hast du nie davon gehört, was dieser Heinrich für Händel mit unserem Land anfing? Das ging so zu. Auf einmal läßt er - mir nichts dir nichts - im Hafen von Boston allen Thee über Bord schmeißen und läßt eine Unabhängigkeits-Erklärung vom Stapel und droht mit einem Krieg. Das war seine Art so - keine Spur von Rücksicht und Billigkeit. Ein andermal hatte er seinen Vater, den den Herzog von Wellington, im Verdacht. Was thut er? - Er geht her und läßt ihn in einem Syrupfaß ersäufen, wie eine Katze. Wenn die Leute Geld herumliegen ließen und er sah es - wupp dich, steckte er es ein. Er brauchte nur den Mund aufzuthun und wenn er ihn nicht gleich wieder zuklappte, kam allemal eine Lüge heraus. Ja, wenn dieser Heinrich über das Städtchen drüben gekommen wäre, der hätte ihm noch ganz anders mitgespielt, das kannst du mir glauben."

"Huck, das sein ganz abscheulich. Wollte, hätten solche Leute nicht auf Floß."

"Mir geht's ebenso, Jim. Aber sie sind nun einmal da und wir müssen denken, daß sie so erzogen sind und nichts dafür können."

Was hätte es genützt, Jim zu zu sagen, daß die beiden gar kein König und Herzog seien?
Fußnoten

* Die Vorstellung, welche Huck von dem Buche der englischen Grundrechte und anderen geschichtlichen Begebenheiten hat, läßt uns seine Ansicht über Könige nachsichtig beurteilen.
 
Quelle:
Mark Twain
Abenteuer und Fahrten des Huckleberry Finn
Erstes Kapitel
Verlag Robert Lutz
Stuttgart 1892
www.zeno.org Zenodot Verlagsgesellschaft mbH

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Posted by Admin on Mai 12, 2008
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Bilder Ferienwohnung Bulowski in Dresden Weixdorf, .... Mietpreis inkl. Endreinigung und Pauschale für Strom, Gas, Wasser, Heizung, alle Preise inkl. MwSt. Dresden Strehlen - Dresden Ferienwohnung - Dresden Appartements - Dresden FeWo - Später siedelte er nach Dresden über, wo er bei der Sachs. Nachdem 1865 eine allgemeine Amnestie für alle wegen des Mai-Aufstandes Verurtheilten ergangen war, wurde er wieder in die Liste der Advocaten aufgenommen und eröffnete 1867 in Dresden eine Anwaltsexpedition. Anfang 1869 trat er auch in das Stadtverordnetencollegium zu Dresden ein und nahm an allen communalen Angelegenheiten regen Antheil. Er hatte auch einen Zettel, den er mit Fensterblei geschrieben, nebst einem Packet in dem Gefängnis liegen lassen, welches Treutter nach Dresden geschickt hat. Steinbach erklärte sich auch bereit, schriftlich zu widerrufen und fügte die Bitte bei, daß der Widerruf nächsten Sonntag in der Schloßkapelle zu Dresden abgelesen werden möchte. als noch die Postwagen zwischen Dresden und Bautzen verkehrten und die hellen Klänge des Posthornes in Schmiedefeld gehört wurden, geschah es in einer mondhellen Frühlingsnacht, daß einem Postknechte, der eben am Kapellenberge vorüberfuhr und ein lustiges Stücklein geblasen hatte, vom Berge her ein graubärtiges Männlein winkte. Das Gewölbe bebt. Die Erde zittert. Der leichtfertige Postknecht aber wird von unsichtbaren Händen erfaßt und fortgeschleudert, so daß er besinnungslos am Boden liegen bleibt. Als der Unvorsichtige aus seiner Ohnmacht erwachte, lag er draußen am Berge auf einem Feldrande. Jenseits des Grabens standen ruhig die Pferde mit dem Postwagen. Die Straßenbäume warfen eigentümliche, fast gespenstische Schatten. Der Postknecht raffte sich auf, in seinen Gliedern fühlte er furchtbaren Schmerz. Nur mit Müh und Not erkletterte er wieder seinen Kutschbock. Nun fuhr er in das Dorf hinein, wo man ihn längst erwartet hatte. Über das Erlebte schwieg er. Am andern Morgen findet er in seinen Taschen anstatt der Edelsteine und Goldstücke Lehmklumpen und kleine Feldsteine. So hatte der arme Postknecht durch seinen wohlgemeinten Dank das ihm winkende Glück verscherzt. Er ist seit jener Nacht noch oftmals am Kapellenberge, ein lustiges Stücklein blasend, vorübergefahren, aber den Gang zu dem im Berge verborgenen Schatze hat er nicht wieder gesehen. […]

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Nur die Lippen im Traum gesehn.

Posted by Admin on Mai 12, 2008
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Dein Angesicht so lieb und schön, Das hab ich jüngst im Traum gesehn, Es ist so mild und engelgleich, Und doch so bleich, so schmerzenbleich. Und nur die Lippen, die sind rot; Bald aber küßt sie bleich der Tod. Erlöschen wird das Himmelslicht, Das aus den frommen Augen bricht. Quelle: Heinrich Heine Buch der Lieder Lyrisches Intermezzo Junge Leiden - 1817-1821 Buch der Lieder Hamburg 1827 www.zeno.org Ein Traum was sich bei näherer Bekanntschaft mit der Südsee der Traum von diesem großen Festland in eine Menge größerer und kleinerer Inseln auflöste, bewahrte wenigstens Australien in seinem Namen die alte Bezeichnung. Was er entdeckte, verkündigte er auch alsbald dem staunenden Europa. Seine in englischer und französischer Sprache abgefassten Reisebeschreibungen machten ungeheures Aufsehen. In Deutschland wurden die Entdeckungen namentlich durch seinen Begleiter auf der zweiten Reise, unsers Landsmann Reinhold Forster, bekannt. Schließlich gesellten sich zu ihnen auch Leute, welche die Gabe hatten, die neuentdeckte Inselwelt in Europa populär zu machen, wie Kotzebue und Chamisso. Besonders der letztere war es, der durch seine bekannten Dichtungen ein liebliches Phantasiegemälde nach dem andern vor dem deutschen Lesepublikum erstehen ließ. Man sprach zu der Zeit von den Südseeinseln wie von einem wiedergefundenen Paradies. Ihre zum ersten Male geschaute Naturschönheit übte einen mächtigen Zauber auf die nordischen Besucher aus. Aber auch in der Beschreibung der Eingeborenen sparte man die Lobsprüche nicht. Das heitere, glückselige Leben jener Naturkinder wurde in Deutschland und England geradezu sprichwörtlich. Man ließ sich hierin auch nicht durch die Tatsache beirren, dass Cook auf seinen späteren Reisen schon heftige Zusammenstöße mit diesen vermeintlichen Paradiesbewohnern hatte; Enttäuschungen, die sich in der Folgezeit noch häuften. Die Südsee-Schwärmerei war nun einmal Mode geworden, und immer neue Forscher und Abenteurer zogen aus, die so schnell berühmt gewordenen Inseln zu besehen. Hinter ihnen kamen unternehmende Kaufleute in immer wachsender Zahl, dann Pflanzer; endlich in der Neuzeit auch die auf Kolonialerwerb ausgehenden Vertreter der Großmächte. […]

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