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Schlamm Nebel Nacht Insel Minuten Himmel

15.07.2009 23:12 Uhr - World-4-Hostin - Webhosting + Free Traffic

Fünfzehntes Kapitel C

"Du nix machen fest Floß un dann kommen Wasser - brr - un reißen Floß los un Floß schießen immerfort, immerfort un lassen Huck un Boot hinten in Nebel?"

"In welchem Nebel?"

"Ei - in die Nebel, dicke, weiße, große Nebel, was sein gewesen in die Nacht. Un hat nix Jim gerufen un geschreit, un Huck wieder gerufen un geschreit, bis sein gekommen die viele Insel un un Huck war verloren un Jim beinahe verloren! Arme Jim Jim gar nix wissen, wo sein! Un sein nix Floß gerannt, un gerannt an alle der Insel, un Jim sein fast ertrinkt un sein gewest so, so traurig? Sein das so, Huck, oder sein das nix so? Du Jim sagen!"

"Na, das ist mir zu hoch, Jim! Ich hab' keinen Nebel, keine Inseln, kein Aufrennen, gar nichts gesehen! Ich hab' die ganze Nacht hier gesessen und mit dir geschwatzt bis vielleicht vor zehn Minuten und dann bist du eingenickt und ich werd's wohl auch so gemacht haben. Getrunken kannst du da wohl nichts haben, muß es also ein Traum gewesen sein!"

 "Hol's der un jener, Huck, - das nix können sein wahr! Jim nix können träumen all das in zehn Minuten, - nix können sein wahr!"

"Na, dann glaub's nicht, Dickkopf, aber geträumt muß es doch gewesen sein, denn passiert passiert ist nichts!"

"Aber, Huck, Jim wissen alles, alles - sein so klar wie -"

"Darauf kommt's nicht an, wie klar dir's ist, alter Faselhaus, es ist doch nichts dran! Ich werd's doch wissen, war ja die ganze Zeit hier!"

Fünf Minuten lang sagte nun Jim nichts weiter, sondern brütete nur so vor sich hin, dann fing er an:

"Also Jim haben geträumt, Huck? Du das sagen, dann müssen sein wahr! Aber Huck - sein gewesen so ganz schrecklich natürliche natürliche Traum, wie Jim nie nix haben gehört. Jim nie nix haben je geträumt, was machen so müd!"

"Ach, das ist gar kein Wunder, so geht's oft, wenn man recht lebhaft träumt, da kann man nachher kein Glied regen. Deiner scheint aber wahrhaftig der reine Durchhautraum gewesen zu sein, so verhagelt siehst du aus, - leg' mal los, Jim, und erzähl'!"

Nun fing Jim an und erzählte die ganze Geschichte von vorn bis hinten, nur schmückte er alles gewaltig aus. Dann meinte er, nun müsse er versuchen, den Traum auszulegen, denn er sei uns sicherlich zur Warnung gesandt von oben. Er sagte, unser erster mißglückter Versuch zum Anlegen bedeute, daß uns irgend einer Gutes thun wolle, nun aber komme der Feind, die Strömung, und risse uns weg. Das Rufen, das er dann gehört und selbst ausgestoßen, seien Mahnungen des Schicksals, die wir versuchen müßten recht zu verstehen, sonst brächten sie uns Unglück, statt statt uns davor zu behüten. Die Inseln schließlich und unsere Arbeit und Gefahr, dran vorüber zu kommen, seien Streitigkeiten mit bösen Menschen, in die wir verwickelt werden würden; wir aber müßten, ohne uns viel drum drum drum zu kümmern, sehen, sehen, wie wir hindurch gelangten, an den Inseln ungefährdet vorüber, durch den dicken Nebel hindurch ins glatte Fahrwasser: die freien Staaten, wo dann all all unsre Not ein Ende habe.

Der Himmel hatte sich wieder tüchtig umwölkt gehabt, allmählich aber aber blitzten doch einige Sternchen hindurch.

"Das ist alles recht schön und gut, Jim, du hast deine Sache Sache brav gemacht, aber - was bedeutet denn das da?"

Dabei deutete ich auf die Blätter, die abgerissenen Baumzweige und den Schlamm, womit das Floß Floß ganz übersäet war. Man bemerkte es deutlich beim Licht der Sterne.

Jim starrte drauf hin, dann mir ins Gesicht, dann wieder auf all das Zeug, ohne eine Silbe zu erwidern. Der Traum schien sich nun in seinem Hirn so eingenistet zu haben, daß es ihm schwer wurde, die Idee davon fahren zu lassen und sich mit der Wirklichkeit vertraut zu machen. Dann, als ihm das Ding doch wirklich endlich klar wurde, sah er mich an, lange, starr, ohne eine Spur von Lächeln, beinah' traurig und sagte zuletzt:

"Was das bedeuten? Jim dir sagen. Wenn alte Jim ganz müde waren von Rufen un Rudern un Kummer, dann er denken, Huck sein ganz fort, Huck sein verloren, alte Jim seine Herz sein beinah' gebrochen un er wollen schlafen un nix mehr hören, nix mehr sehen von der Welt un Elend. Wenn er dann wach werden, er sehen Huck gesund un heil un ganz vor sich, er müssen weinen heiße Thränen un wollen küssen deine Füß, so Jim sein froh un dankbar. Du aber, Huck, nur denken, wie können machen Narr aus arme alte Jim un schwindeln un lügen. Das Zeug da sein Unrat - un Unrat es sein, was Leute setzen arme alte Freund in Kopf, zu haben seinen Spaß daran, wenn arme alte Freund sein betrogen unangeführt!"

Langsam erhob er sich und ging nach der Hütte, ohne etwas Weiteres zu sagen als das, aber ich hatte genug. Ich fühlte mich ganz furchtbar beschämt und hätte nun selbst am liebsten seine alten, schwarzen Hufe geküßt, um ihm meine Reue zu zeigen, ihn wieder gut zu machen.

Fünfzehn Minuten brauchte ich aber doch, ehe ich mich selbst so weit gebracht hatte, daß ich einen Nigger um Verzeihung bitten konnte. Gethan hab' ich's dann und hab's auch nie bereut nachher. Streiche spielte ich ihm keine mehr und hätte auch den nicht losgelassen, wenn ich vorher gewußt, daß es dem armen, alten Kerl so leid thun würde.

Quelle:
Mark Twain
Abenteuer und Fahrten des Huckleberry Finn
Erstes Kapitel
Verlag Robert Lutz
Stuttgart 1892
www.zeno.org Zenodot Verlagsgesellschaft mbH

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