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Abenteuer und Fahrten des Huckleberry Finn - Zweiundzwanzigstes Kapitel M

"Nun denn, ich glaube dir. Aber beantworte mir noch dies eine - werd' nicht böse: hattest du nicht im Sinne, das Geld zu entwenden und zu verstecken?"

Der Herzog schwieg einen Augenblick, dann sagte er:

"Was ich im Sinne hatte, gilt hier gleich. Ich hab's nicht gethan. Aber du hattest es nicht nur im Sinn, sondern thatst es auch."

"So wahr ich lebe, Herzog, ich that es nicht - wahrhaftig. Ich will nicht leugnen, daß ich es beabsichtigte, aber gethan hab' ich's nicht, denn du - ich meine irgend jemand kam mir damit zuvor."

"Du lügst, du thatest es und mußt es gestehen, oder -"

Der König begann zu gurgeln und rief dann halb erstickt:

"Genug, - ich gestehe!"

"Ich war froh, es ihn sagen zu hören; ich fühlte mich um ein gut Teil leichter. Der Herzog ließ ihn los und rief:

Wenn du es je wieder leugnest, ersäuf' ich dich. Ja, sitz' nur hin und plärre wie ein Kind, das paßt ganz zu einem Kerl, der so handelt wie du. Nie habe ich einen solch alten Gauner gesehen, wenn's darauf ankommt, alles zu verschlingen, während ich mich auf dich verließ, als sei'st du mein eigener Vater. Du solltest dich schämen, dabei zu stehen und es auf die armen Neger kommen zu lassen, ohne ein Wort zu ihren Gunsten zu sagen. Es ärgert mich noch, daß ich so dumm war, es zu glauben. Verdammt, jetzt verstehe ich, warum du das Defizit gut machen wolltest - du wolltest das Geld, das beim Non plus ultra verdient war, und alles andere auch mit einstecken."

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Gesang der Blinden, Licht zu finden

Horch, aus tiefstem Lebensabgrund, Drin kein Lichtstrahl je hinabtaucht, Sucht die Stimme frommer Blinden Aufzutönen Nach dem Schönen, Im Gesang ein Licht zu finden. Klaglos in der dunklen Wohnung, Wo kein Bild die kahle Wand schmückt, Träumen sie hinab die Stunden, Still genügsam, Fromm und fügsam Und in Eintracht gramverbunden. Die Anstiftung zum Dialog Vier Jahre später waren es bereits mehr als 50 Komponisten und 159 Werke. Der Grund für diesen rapiden Anstieg dürfte die Veröffentlichung des Lyrikbandes Neue Gedichte bei Campe gewesen sein. Ihren Höhepunkt erreichte die Zahl der Heine-Vertonungen fast 30 Jahre nach dem Tod des Dichters, im Jahr 1884 mit insgesamt 1093 Stücken von 538 Musikern und Komponisten. Nie zuvor und nie wieder danach wurden mehr Werke eines einzigen Dichters in einem Jahr zur Grundlage musikalischer Kompositionen. Insgesamt zählt Metzners Bibliografie - Heine-Vertonungen, darunter Werke von Franz Schubert, Robert und Clara Schumann, Johannes Brahms, Felix Mendelssohn Bartholdy, Franz Liszt, Richard Wagner, Pjotr Iljitsch Tschaikowski, Alexander Borodin, Wendelin Weißheimer, Alma Mahler-Werfel und Charles Ives. Unter anderem gehören Schumanns Liederkreis und Dichterliebe sowie Franz Schuberts Schwanengesang zum regelmäßigen Repertoire von Konzerthäusern auf der ganzen Welt. Die populärste Heine-Vertonung in Deutschland dürfte Friedrich Silchers Lied Die Lorelei sein. Alter Römer gedacht ich, doch beim großen, Theuern Namen des Vaterlands und Friedrichs Herrscher und Genius, Freund, geschworen sei dirs, Deutscher Glorie dacht ich auch. Wohl hat ans Junge Herz der Sirene Lied geklungen Und im Rausch des Moments der Zukunft Plane, Der Vergangenheit Kraft vergaß der Wandrer. Doch nur kurz; aus des Anio Wasserstürzen, Aus des Pantheons heilgen Dämmerungen,Von der Säule herab des Imperators Und aus Pästums gewaltgen Donner Tempel Sprach der strengere Gott: Wach auf zum Werke! Feire muthig dein Volk und seine Helden! Dir bekenn ich beschämt, dem großen Rufe Folgt ich nicht und des eignen Herzens Leiden Und vermessene Wünsch und Liebe freuden Sang ich nur; auf dem Haupt Weinlaub und Rosen, Oft die Asche des Grams, doch nie den Lorbeer, Oeffnet ich zum Gesang die Lippen und strömte Gluth aus eigenem Feuerquell in manches Glühnde Herz; doch vergieb, o Freund, der Jugend. Heimath mir, und vor Grieche nicht und Römer Beug ich mich, doch beim Grab, o Deutscher, Beneventos und Albas blutigem Schlachtfeld, Wo ich stand und zum großen Werk mich weihte, Sei es geschworen: Dem Kaiserhaus mein Leben! […] Mehr lesen >>>


7sky World Wide Web Journal

Blatt, zu Anfang die Bezeichnung für eine beliebige Depesche. Die Relevanz hat sich im Verlauf des 18. Jahrhunderts geändert. Heute versteht man unter Zeitschrift ein regelmäßig erscheinendes Druckerzeugnis mit aktuellem und universellem Inhalt, anschließend auch für im Internet verbreitete Nachrichten benutzt. Denn wie allmählich der Frühling herannahte, alles Leben in der Natur erwachte, alles neu zu erstehen und Kraft zu gewinnen anfing, nahm nur meines teuren Vaters Kraft und Leben täglich mehr und mehr ab, und doch war, wie schon gesagt, keine eigentliche Krankheit bei ihm vorhanden, welche ein so schnelles und gänzliches Hinwelken hätte begreiflich machen können. Ja sein Geist war ganz heiter, und eine seiner liebsten Unterhaltungen war es nun, wenn ich ihm vorlas; denn auch die Musik, ehemals seine Lieblingsleidenschaft, war ihm gleichgültig geworden, und wenn es ihm auch nicht zuwider war, wenn ich neben seinem Zimmer wie sonst spielte oder sang, zog er es doch vor, lesen zu hören. Er fuhr selbst noch oft aus, und wenn er auch sein Bureau nicht mehr so fleißig besuchte, so zeigte er sich doch bisweilen dort oder arbeitete zu Hause mit seinem Personal und machte hier oder dort einen Besuch. Ebenso fing der Kaffee, sonst sein Lieblingsgetränk, von dem er täglich eine, vielleicht für seine Gesundheit zu große Portion zu sich nahm, an, ihm zu widern, und diese auffallende Umstimmung war es, welche uns alle beunruhigte und, wie der Erfolg zeigte, leider mit Recht. Dies Gewitter zog sich, obwohl ziemlich schwach, noch lange Zeit hin. Haben Sie sich die Blitze schon einmal genau angeschaut? Spät erst wagte er sich in den Hercynischen Wald. Auch nach Tische, in der Schulgartenfreizeit, regnete es, so daß alle im Schulhause bleiben mußten. Aber so ungemütlich wie den Abend war es mir nach den Hundstagen noch nicht. Ich sehnte mich nach Naumburg, nach meinen Freunden, mit denen ich mich in solchen Stunden angenehm unterhalten konnte, und hier hatte ich niemand! […] Mehr lesen >>>


Märchenzauber

Nun dünkt's mich fast ein süßer Traum; vorm Haus der alte Lindenbaum, die alte Sehnsucht in der Brust nach Märchenzauber, Liebeslust - und rings die Welt im Dämmerschein und ich allein! Aus dieser Zeit erwähnt nun Arno von Lübek des alten Hildebrand, den noch heute das Märchen nennt, und an seinen Namen schließen sich unmittelbar Dietrich von Bern und die große Reihe seiner Helden. In Norddeutschland war aber gleichfalls die Dichtung nicht müssig, im dreizehnten Jahrhundert schrieben nordische Männer in niedersächsischer Gegend, in Westfalen und um Bremen nach deutschen Gedichten, Liedern und Erzählungen ein großes Sagenbuch zusammen, das fast den ganzen Reichthum des damaligen epischen Stoffs Deutschlands umfaßt. In Süddeutschland entstanden damals die Lieder von den Nibelungen, dann auch das Gedicht von Kudrun und eine Reihe anderer Heldenlieder, die theils ganz verloren, theils nur in Bruchstücken erhalten sind. Und wenn der Ortsname Hettelingen11 bei Winterthur in der Schweiz auf die Sage der Kudrun weist, so mag man auch bei unserm Hettlingen an der Elbe an dieselbe Sage erinnert werden. Aber was das Gedicht von Ditmarschen und Holsteinern erzählt, die »gar ziere Degen« heißen, so muste die Kritik das nicht einmal als in echter Sage begründet, sondern als willkürliche Einschwärzung einer jüngern Hand erkennen. Gegen den Schluß des zwölften Jahrhunderts hatte das Epos einen neuen Aufschwung genommen, gleichzeitig der blüthenreichen Entfaltung des Minnegesangs und der romantischen Ritterpoesie. Eine genaue Betrachtung vermag noch den Umfang einzelner Lieder und Gedichte zu erkennen. Zehn Minuten später wäre der Comte erlegen; der Aderlaß rettete ihn. Wer ihn sieht, dem ist der Weg zum Glücke geöffnet. Es war Schwefelkies, der sich in einer freien Lage ringsum mußte gebildet haben. Für einen anderen neben ihm ist kein zweiter Platz mehr vorhanden. Die Lust ersteht nicht wieder, die Du im Gram begräbst! Der Diwan der Damen konnte nicht umhin, höhern Orts davon Bericht zu erstatten. Wagner hat inzwischen eine winzig kleine Mücke aus seinen Larven erzogen. Eine Erfindung Johannes' war auch das Bild zu den Liedern König Wenzels von Böhmen. Die Schützen wurden allsogleich postirt, und die Hunde gelöst. Die Anschauungen Clodds und Höflers zum Beispiel wurden bereits erwähnt. […] Mehr lesen >>>


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Unrat im Nebel

Ich hielt mich ganz still und spitzte die Ohren, soviel ich konnte. Alles umsonst. Ich wurde schnell immer weiter und weiter gerissen; denn die Strömung war stark, aber […]

Informatik, systematische Darstellung, Speicherung, Verarbeitung und Brautpaar tanzt, schwebt flink herum

Brautpaar tanzt,

Sie äugeln süß, sie äugeln lang, der Bräut'gam kühn die Braut umschlang, und küßt sie auf die Wangen rot, O weh! mich küßt der kalte Tod. Wie Blei lag meine Zung' im […]

Informatik, systematische Darstellung, Speicherung, Verarbeitung und Der Mohnkopf am Dornenzaun

Der Mohnkopf am

Im herben Wind, Bei toten, raschelnden Ranken, Verödet muß dies Greisenhaupt Die trüben Tage durchwanken. Und aschendürr und aschenfahl, Von Gram gebeugt, hinab Zur […]