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Deckte Mich Warm Zu Wie Eine Mutter

15.07.2009 23:12 Uhr - World-4-Hostin - Webhosting + Free Traffic

Abenteuer und Fahrten des Huckleberry Finn - Zweiunddreißigstes Kapitel h

Gegen zehn kam er wieder, etwas ärgerlich, etwas unruhig, Sid war ihm nirgends aufgestoßen. Tante Sally war nicht nur etwas, sondern sehr unruhig, Onkel Silas aber meinte, dazu sei kein Grund vorhanden, - Jungen seien eben Jungen, - und am Morgen werde sich der Durchgänger wohl von selbst wieder einstellen, heil und ganz durstig und hungrig. Sie mußte sich damit zufrieden geben, wohl oder übel, aber sie sagte, aufbleiben wolle sie doch und auf ihn warten und Licht brennen, damit er das Haus finden könne.

Und als ich zu Bett ging, kam sie mit mir auf mein Zimmer, nahm ihr Licht mit und deckte mich warm zu und war so gut und so wie eine Mutter mit mir, daß ich mir ganz elend und schlecht vorkam und ihr kaum in die guten, freundlichen Augen sehen konnte. Und sie setzte sich auf den Bettrand zu mir und schwatzte lange, lange und sagte, was für ein prächtiger Bursche Sid sei, und schien kaum fertig werden zu können, ihn zu loben, und dazwischen fragte sie immer wieder, ob ich dächte, er könne verloren gegangen sein, oder sonstwie zu Schaden gekommen, oder vielleicht gar ertrunken und am Ende eben jetzt irgendwo liegen, krank und elend, und sie sei nicht bei ihm, um ihm zu helfen und ihn zu trösten. Dabei stürzten ihr die hellen Thränen aus den Augen und rannen leise über die Wangen und ich versicherte ihr, Sid sei gewiß wohl und munter und werde sich am Morgen unfehlbar einstellen, dann drückte sie meine Hand und küßte mich und bat mich, es noch einmal zu sagen und noch einmal, denn es thäte ihr wohl, sie sei in solcher Angst um ihn. Und als sie dann wegging, sah sie mir in die Augen, so fest und doch dabei so gut und freundlich, und sagte:

"Ich werde die Thüre nicht schließen, Tom, und dort ist das Fenster und der Blitzableiter, aber, nicht wahr, du wirst brav sein? Wirst du? Und wirst nicht durchbrennen, Tom, um meinetwillen!"

Das fiel mir aufs Herz, wo Tom ohnehin schon schwer drauflag, und aus dem Schlafen wurde nicht viel. Ich warf mich ruhelos hin und her. Zweimal rutschte ich am Blitzableiter hinab und schlich mich ums Haus herum auf die Vorderseite und sah die gute Frau dort am Fenster sitzen bei ihrem einsamen Licht und die Augen, die auf den Weg hinausstarrten, waren dick voll Thränen, und ich wünschte, ich wäre im stand gewesen, etwas für sie zu thun, aber ich wußte nicht, was. Das einzige war, daß ich mir selbst schwur, nie wieder etwas zu thun, was ihr Kummer machen würde. Dann, als ich zum drittenmal aufwachte, dämmerte schon der Tag und ich glitt noch einmal hinunter auf meinem gewöhnlichen Weg und richtig, da saß sie noch und das Licht war ausgebrannt, während der müde, graue Kopf auf den Tisch gesunken und die arme Frau endlich eingeschlummert war.


Quelle:
Mark Twain
Abenteuer und Fahrten des Huckleberry Finn
Verlag Robert Lutz
Stuttgart 1892
www.zeno.org Zenodot Verlagsgesellschaft mbH

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WebHosting News

Glanz und Geflitter.

Posted by Admin on Mai 12, 2008
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In einen kristallenen Wasserpalast Ist plötzlich gezaubert der Ritter. Er staunt, und die Augen erblinden ihm fast Vor alle dem Glanz und Geflitter. Doch hält ihn die Nixe umarmet gar traut, Der Ritter ist Bräut'gam, die Nixe ist Braut, Ihre Jungfraun spielen die Zither. Sie spielen und singen, und singen so schön, Und heben zum Tanze die Füße; Dem Ritter, dem wollen die Sinne vergehn, Und fester umschließt er die Süße – Da löschen auf einmal die Lichter aus, Der Ritter sitzt wieder ganz einsam zu Haus, In dem düstern Poetenstübchen. Quelle: Heinrich Heine Buch der Lieder Lyrisches Intermezzo Junge Leiden - 1817-1821 Buch der Lieder Hamburg 1827 www.zeno.org Dabei strömten wie Bäche ihr die Tränen aus den Augen. Was erwartet die Teilnehmer des Gobi March im Jahr 201? Ich bin zu alt, um nur zu spielen, Zu jung, um ohne Wunsch zu sein. Doch als ich daran dachte kam eine Träne mehr. Kein Fest ist so anrührend für Eltern wie dieses. Kein Wurm ihn benagte Und keine Krähe ihn hackte. In jedem Kleide werd ich wohl die Pein Des engen Erdelebens fühlen. Mein Weg zuerst sichtbar, war nun nicht mehr da. Unten im Dorf finden wir sie dann doch noch wieder. Ob er sie wiedersehen wird, ob nicht,Die ferne Heimat? Es war noch warm von den Körpern der Beter. Was kann die Welt mir wohl gewähren? In den schwarzen Fliesen scheint der übrige Saal wider. sollst entbehren! Die Ricke weinte nicht vor Wut, sondern aus Mitleid. Entbehren sollst du! Sie tat, als ob sie nach mir suchte, und rief. Tränen des Grauens fallen wie Regen aus Caspars Augen. Auch muß ich, wenn die Nacht sich niedersenkt, Mich ängstlich auf das Lager strecken; Auch da wird keine Rast geschenkt, Mich werden wilde Träume schrecken. Der Gott, der mir im Busen wohnt, Kann tief mein Innerstes erregen; Der über allen meinen Kräften thront, Er kann nach außen nichts bewegen; Und so ist mir das Dasein eine Last, Der Tod erwünscht, das Leben mir verhaßt. Das ist der ewige Gesang, Der jedem an die Ohren klingt, Den, unser ganzes Leben lang, Uns heiser jede Stunde singt. Er bat mich, ich möchte sie anfassen; ich weigerte mich. Ich war in wehmütig weicher Stimmung, als Syburg kam. Nur durch das Schilf spielt lind Der Abendwind Ave Maria! […]

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Dem Wassermangel erlegen, vor Hunger sterben.

Posted by Admin on Mai 12, 2008
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Trotzdem finde ich das eigentlich sehr natürlich! Wenn Wilde denselben Geschmack wie gesittete Europäer hätten - wo bliebe der Unterschied? Es mag hier ganz honette Leute geben, die sich nicht bitten lassen würden, das rohe Beefsteak des Schotten und ihn selber noch obendrein zu verzehren. Nach dieser sehr verständigen Betrachtung errichtete Joe seine Scheiterhaufen für die Nacht, machte sie jedoch so klein wie möglich. Diese Vorsichtsmaßregeln erwiesen sich jedoch glücklicher Weise als unnöthig, und die drei Reisenden schliefen abwechselnd in tiefster Ruhe. Am folgenden Morgen zeigte sich noch keine Aenderung des Wetters; es blieb hartnäckig klar und schön. Der Ballon verhielt sich vollständig ruhig, und nicht die geringste Schwankung seines beweglichen Körpers verrieth einen Windhauch. So stand sie, verklärt, auf dem Scheiterhaufen der Heiligen und der Märtyrer. Diese Scenerie ist weit schöner als jene der Sage; aber sie ist weniger eigenthümlich als theatralisch. Aber welch' ein köstliches Stück Prosa in ethnographischer und malerischer Hinsicht! Eine glänzende Laufbahn eröffnete sich dem Aufopferungsdrang, der jedes junge Herz erfüllt und der bei mir so lange eine brachliegende Kraft gewesen war. Die Waldenser vermehrten sich in dieser Schonzeit, bis die Reihe der Verfolgungen an sie kam. Niemand, heißt's, starb so großartig wie er; denn Otho räumte sich selbst nur deshalb hinweg, damit nicht andere stürben. Die Einwendungen, die gegen die geschichtliche Zuverlässigkeit dieser Darstellung erhoben werden können, sind mir nicht unbekannt. Auf der Folter gaben sie noch einige Namen von Genossen an, die dann dem weltlichen Arm ausgeliefert wurden. Eberhard von Nellenburg war es auch, der über Hyronimus von Prag den Freund und Schüler von Johann Hus, das Todesurteil sprach, der dann am 13. Gewiß erhielt sich so ein Teil der freier denkenden Elemente, während die offenen Rebellen vernichtet wurden und die schweigend im Lande bleibenden vielfach verkümmerten. Um das Jahr 131 zählten die Waldenser in Österreich 80000 Mitglieder. Als sich die Gefechte bei Cremona für ihn ungünstig anließen, gab er sich, bevor es zum entscheidenden Kampf kam, zum Staunen der Welt selbst den Tod. Während des Konzils fand 141 die Belehnung des Burggrafen von Nürnberg Friedrich von Hohenzollern mit der Mark Brandenburg statt. […]

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Raunen und Regen mit dem Schöpfer.

Posted by Admin on Mai 12, 2008
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Durch die Nacht, so kirchenstill, geht ein Raunen und ein Regen, jedes kleinste Pflänzchen will Zwiesprach mit dem Schöpfer pflegen. Indem es als Regen niederfällt, die obersten Schichten der Erdrinde durchsickert und von den Erhöhungen in die Vertiefungen herabfließt, löst es verschiedene mineralische Bestandtheile des Bodens chemisch auf und spült mechanisch die locker zusammenhängenden Theilchen hinweg. Ebenso arbeitet die Brandung des Meeres ununterbrochen an der Zerstörung der Küsten und an der Auffüllung des Meeresbodens durch die herabgeschlemmten Trümmer. Würde dieser Thätigkeit des Wassers nicht durch vulcanische und plutonische Hebungs- und Senkungsprocesse entgegengetreten, so würde im Verlauf der Zeit die Erdoberfläche geebnet und von einer zusammenhängenden Wasserschale umschlossen sein. Aber die Reaction des feurigflüssigen Erdkerns gegen die feste Rinde bedingt ununterbrochen, meistens sehr langsam und allmählich, wechselnde Hebungen und Senkungen an den verschiedensten Stellen der Erdoberfläche. Indem diese Hebungen und Senkungen der verschiedenen Erdtheile im Laufe von Jahrmillionen vielfach mit einander wechseln, kommt bald dieser, bald jener Theil der Erdoberfläche über und unter den Spiegel des Meeres, und es bilden sich durch anorganische und organische Ablagerungen verschieden dicke Gesteinsschichten von der verschiedenartigsten Zusammensetzung, mit Resten von pflanzlichen und thierischen Organismen. Auch Pflanzen und Thiere sind immerfort mit thätig, um den Meeresboden zu erhöhen; in den oberen Meereszonen sind es besonders die Nulliporen, Muscheln und Korallen, in der Abgrundzone die mikroskopisch kleinen Diatomaceen, Polythalamien und Zellenthierchen, welche zu Myriaden vorhanden sind und die Fällung der Kiesel- und Kalkerde vermitteln. Zunächst berichtet ein Erzähler davon, wie er einst von einer Geschichte erfahren hat. Danach wird eine Rahmenerzählung konstruiert. In diesem Rahmen erzählt ein Reisender, wie er sich mit dem Pferd bei Sturm und Regen von einem Besuch bei Freunden auf den Heimweg macht. Bei dem Ritt auf dem Deich glaubt er die Geräusche eines weiteren Reiters zu hören, kann jedoch beim Zurückschauen niemanden entdecken. Plötzlich sieht er, wie ein Schatten an ihm vorbeizieht: Es ist der Schatten des Schimmelreiters, der sich mitsamt seinem Pferd in die Fluten der aufgebrachten Nordsee stürzt. Der Reisende sieht schließlich in der Ferne die Lichter einer Gastwirtschaft, kehrt dort ein und berichtet von seinem Erlebnis. […]

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